Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


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II 194
Kunst/Schönheit/Wittgenstein: in welchem Sinne ist die ästhetische Untersuchung einer Sache der Psychologie? Schmerz und Freude gehören nicht auf ein und dieselbe Skala!
Die Skala von "kochend heiß" bis "eiskalt" ist auch keine Gradskala. Dies sind Unterschiede der Art.
II 195
Psychologie/Ästhetik/Wittgenstein: während wir uns in der Psychologie für kausale Zusammenhänge interessieren, sind sie bei der ästhetische Untersuchung gerade dasjenige, was uns nicht interessiert! Dies ist der Hauptunterschied.
Kausalität/Terminologie/Wittgenstein/(s): Wittgenstein nennt hier Gründe, nicht Ursache kausal.
II 196
Grund/Psychologie/Wittgenstein: die Gründe der Befriedigung, die man gibt, haben mit Psychologie nichts zu tun. Es ist ein Nebeneinanderlegen der Dinge wie vor Gericht.
Psychologische Gründe wären keine ästhetischen Gründe. Es wäre keine Gründe, sondern Ursachen. Eine Ursache zu behaupten, das wäre die Aufstellung einer Hypothese.
Insoweit das Mittel, eine Tür, die oben zur wuchtig ist angenehmer zu gestalten, einem Mittel gegen Kopfschmerzen gleicht, ist es keine Frage der Ästhetik.
II 197
Psychologie/Freud/Wittgenstein: Bsp Zusammenhang zwischen der Lage des Fötus und unseren Schlaf. - Dieser Zusammenhang sieht zwar aus wie ein kausaler, ist aber keiner, da sich hier kein psychologisches Experiment durchführen lässt. - Freuds Erklärung leistet das Gleiche wie eine Ästhetische: sie bringt zwei Faktoren zusammen.
II 197
Psychologie/Witz/WittgensteinVsFreud: Verwechslung von Grund und Ursache. - Lachen hat einen Grund, keine - sonst wäre die Zustimmung zur Analyse kein Mittel, um die Ursache herauszufinden. - Ursache/Physik: hier geht es nicht um Zustimmung - auch Ursachen des Lachens können erkannt werden, aber nicht durch Zustimmung, sondern experimentell. - Auch zur ästhetischen Untersuchung gehört Zustimmung.
II 200
Psychologie/Wittgenstein: meine Untersuchung ist nicht psychologisch, obwohl ein Satz in gewissem Sinne tot ist, solange er nicht verstanden wird. Gäbe es kein Verstehen der Zeichen, würden wir die Zeichen nicht Sprache nennen.
II 30
Farben/Wittgenstein: der Farbenoktaeder wird in der Psychologie angewendet. In Wirklichkeit gehört er jedoch nicht zur Psychologie, sondern zur Grammatik. Wir können zwar von einem grünlichen Blau sprechen, aber nicht von einem grünlichen Rot usw.
VI 203
Psychologie/Wittgenstein/Schulte: (1945 49): versucht Klassifikation psychologischer Begriffe: Erlebnisse, Erfahrungen, Gemütsbewegungen, Überzeugungen.
VI 205
Sie seien Begriffe des Alltags
IV 41
Def Erkenntnistheorie/Tractatus: 4.1121 ist die Philosophie der Psychologie.


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