Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


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II 40
Jeder/Alle/Niemand/Ontologie/Existenz/Nichtexistenz/Hintikka: wenn wir zulassen, dass der Bereich unserer Quantoren auch für nichtexistente Objekte erweitert wird, ist die dringendste Frage:
Wo sind diese nichtexistenten Objekte?
Bsp Jedermanns Liebhaber – Bsp niemandes Geliebter.
Beide sind offensichtlich möglich. Aber anders als Meinongs rundes Quadrat.
Bsp „der Neider von allen“ – Bsp „der von jedem beneidet wird“.
Pointe: beide sind unvereinbar. Ersterer muss den Letzteren lieben, aber der letztere kann nicht vom ersten geliebt werden.
Jeder/alle/niemand/Hintikka: es ist hier keine Lösung zu behaupten, dass „jeder“ bzw. „niemand“ über nur über existente Objekte ginge. ((s) D.h. Wir müssen hier nichtexistente, oder mögliche Objekte (Possibilia) zulassen.)
Meinong/Hintikka: schöpfte die Kraft seiner Argumente aus der Tatsache, dass wir hier nichtexistente Objekte zulassen müssen. (Auch >Nichtexistenz/Terence Parsons).
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt.
II 106
Quantifikation/Quantoren/Mehrdeutigkeit/any/HintikkaVsMontague: im Großen und Ganzen zeigt die Montague-Semantik, wie Mehrdeutigkeit entsteht durch das Zusammenspiel von Quantoren und intensionalen Ausdrücken. Bsp
(12) Eine Frau liebt jeden Mann
(13) John sucht einen Hund.
HintikkaVsMontague: erklärt nur, warum gewissen Ausdrücke mehrdeutig sein können, aber nicht, welche es tatsächlich sind. Er sagt im allgemeinen zu viele Mehrdeutigkeiten voraus. Denn er geht nicht auf die grammatischen Prinzipien ein, die oft Mehrdeutigkeiten mit Quantoren auflösen.
Reichweite/Hintikka: bestimmt die logische Reihenfolge.
Quantor/Quantifikation/jeder/er/Montague/Hintikka: Bsp
(14) wenn er sich anstrengt, wird er glücklich sein
(15) wenn jeder sich anstrengt, wird er glücklich sein.
Problem: im Englischen hat „wenn“ Vorfahrt in Bezug auf „jeder“ so dass „jeder“ in (15) dem „er“ nicht als Pronomen vorausgehen kann („pronominalize“).
II 107
HintikkaVsMontague: wir brauchen also zusätzliche Regeln für die Reihenfolge der Anwendung der Regeln.

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