Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


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Adorno XIII 224
Ethik/Epicurus/Adorno: der Epikureische Materialismus ist überhaupt wesentlich im Hinblick auf die Ethik entworfen. Seine Ethik ist eine hedonistische, d.h. das höchste Gut, das summum bonum ist ihm die Lust, das unbedingte Übel ist ihm der Schmerz. Seine Begründung ist wiederum spätantikes Gesamtgut. Er teilt sie mit der Stoa. Sie deutet schließlich auf den Kynismus zurück, und zwar mit der Beobachtung, dass die Kinder nach Lust streben und die Unlust vermeiden.
Adorno XIII 226
Ataraxie/Ethik/Epikur/Adorno: die Ataraxie ist das Epikureische Ideal des Mittleren. In der Ataraxie werden ausdrücklich die Stoiker verspottet. (EpikurVsStoa, EpikurVsStoiker).
Ethik/Antike/Adorno: In der Ethik war der Unterschied der sonst sich in vielen anähnelnden Schulen am stärksten markiert.
XIII 227
Ethik/Epikur/Adorno: das naturbeherrschende Denken dringt nicht einfach von außen ein, sondern in dem Augenblick, in dem man überhaupt über Lust und die Möglichkeit von Lust nachzudenken beginnt, wird man in diese Dialektik notwendig hereingetrieben. Das bedeutet in der der Epikureischen Philosophie nicht weniger, als dass bei ihm die Lust unter den Geist untergeordnet wird.
XIII 228
Erkennen/Epikur: das höchste Gut – ähnlich wie bei seinen metaphysischen Antipoden Platon und Aristoteles - ist die Einsicht.
Unendlich/Epikur/Ethik/Adorno: die Idee des Unendlichen, die für die deutsche Spekulation eben doch die zentrale ist, fehlt in der griechischen Ethik einfach.
XIII 230
Ethik/Epicurus/Adorno: sein berühmtester Grundsatz sich in die Privatsphäre zurückzuziehen:
„Lebe als Verborgener „oder „bleibe Verborgen als ein Lebender“
entstand, nachdem der Gedanke an die Veränderung des Staatswesens hinfällig geworden ist.
XIII 231
Ethik/Lukàcs/Adorno: das hat Lukàcs private Ethik genannt.
XIII 235
AdornoVsEpicurus: das Lustprinzip wird bei Epikur abgeleitet aus der Natur. Der daraus abgeleitete Begriff der Allgemeinheit verkehrt sich aber, richtet man sich nach jener Norm der sich in sich selbst bescheidenden Privatexistenz, zu dem genauen Gegenteil dessen, als was er gedacht war. Er wird zu dem Privileg der wenigen, die es sich leisten können, im Verborgenen zu leben. Eine solche Gruppe hat Stendhal in einer berühmten Äußerung als die happy few angesprochen. (Fußnote XIII 323; Adorno bezieht sich auf das Lord Byron zitierende Motto zu Stendhals Roman Lucien Leuwen).
AdornoVsEpicurus: zugleich lässt die Verborgenheit das Individuum selber auch verkümmern.

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