Philosophie Lexikon der Argumente

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Conceptual Space: Begriffsraum; Ausdruck für eine Weise, Begriffe zueinander in Beziehung zu setzen, die von einer bestimmten Sprache unabhängig ist. Gegenstände werden durch Punkte in einem evtl. mehrdimensionalen Koordinatensystem repräsentiert, Eigenschaften entlang der Achsen dargestellt. Ähnlichkeiten und Unterschiede werden durch größere oder kleinere Abstände zwischen den Punkten repräsentiert. Die Ausrichtung der Abstände gibt an, im Hinblick worauf sich die Gegenstände ähneln. Conceptual Spaces erlauben gegenüber einer sprachlich beschreibenden Darstellung von Gegenständen eine schnellere Informationsverarbeitung z.B. im Internet der Dinge. Siehe auch Semantisches Mapping, Semantic Web, Wissensrepräsentation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Peter Gärdenfors
I 21
Conceptual Space/Begriffsraum/Croft/Gärdenfors: These: Die (sprachlich fixierten) Kategorien mögen von Sprache zu Sprache variieren, aber sie werden auf einen gemeinsamen Begriffsraum projiziert, der ein gemeinsames kognitives Erbe repräsentiert, der in der Tat die Geographie des menschlichen Geistes ist. (Croft 2003, p. 139). Dieser Raum kann aufgrund von sprachlichen Tatsachen gelesen werden in einer Weise, wie fortgeschrittene Hirnscans sie uns niemals ermöglichen werden. (Croft 2001, p. 364).
Gärdenfors: ich beschäftige mich hier nicht mit der Geographie dieses Raums, sondern mit seiner Geometrie. Dabei gebrauche ich Begriffe wie Dimension, Abstand, Region und einige Begriffe der Vektoralgebra.
Begriffsräume: werden aus Qualitätsdimensionen konstruiert wie Tonhöhe, Temperatur, Gewicht, Größe und Kraft.
Dimensionen: ihre primäre Funktion ist es, die „Qualitäten“ von Objekten in verschiedenen Bereichen zu repräsentieren.
Bereich/Domian: z.B. Raum (Dimensionen Höhe, Breite, Tiefe) Farbe (Ton, Sättigung, Helligkeit), Geschmack (salzig, bitter, süß, sauer, evtl. eine fünfte Dimension), Gefühl (Erregung, Wert), Form (wenig erforschte Dimensionen).
I 22
Ähnlichkeit: Topologie und Geometrie des Begriffsraum erlauben uns zu sagen, dass wenn x näher an y ist als z, dass x y ähnlicher ist als z es ist.
Interpretation/Qualitäten: Qualitäten können nun wissenschaftlich und kognitiv interpretiert werden. Das müssen wir unterscheiden. Kognitive Interpretation: bedeutet, dass wir nicht z.B. die Wellenlängen bestimmen, sondern psychophysische Bestimmungen der Weise, wie Begriffe in unserem Geist repräsentiert sind.
I 140
Conceptual Space/Bereich/Struktur/Gärdenfors: die geometrische Struktur eines Begriffsbereichs beeinflusst die Möglichkeiten des linguistischen Gebrauchs von Adjektiven. (Siehe Paradis, 2001, 2008).Hier unterscheiden wir
skalierbare Bereiche (Bsp Größe, Temperatur) von
nicht skalierbaren Bereichen Adjektive: Bsp tot, lebendig). Adverbien: Bsp sehr, schrecklich, beträchtlich.
I 141
Siehe hierzu Paradis (2008, p. 331).
Adverbien/Gärdenfors: die topologische Struktur des mit einem Adjektiv verbundenen Bereichs legt fest, welche Adverbien mit dem Adjektiv kombiniert werden können.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.10.2017