Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
Bücher bei Amazon:
Peter Gärdenfors
I 50
Semantisches Mapping/Semantic Maps/Linguistik/Gärdenfors: in der Linguistik sind semantische Mappings in letzter Zeit populär geworden. Siehe Haspelmath (1997, 2003). Croft (2001), Zwarts (2010a), Sanso (2010). Sie repräsentieren, wie eine Menge von Bedeutungen „zusammenhängen“, wo bei Nachbarschaft verwandte Bedeutung signalisiert. Vor allem geht es um grammatische Ausdrücke (d.h. abgeschlossene Klassen von Ausdrücken), sie können aber auch auf offene Klassen von Wörtern angewendet werden.
Haspelmath (1997) zeigt damit, wie ein unbestimmtes Pronomen wie Bsp die Bedeutung „jemand“ in verschiedenen Sprachen verschiedene Bedeutungen und grammatische Funktionen abdeckt.
These: die Bedeutungselemente müssen so organisiert sein,
I 51
dass die Regionen die der Bedeutung eines Ausdrucks entsprechen, verbunden sein müssen, und das für jede Sprache. (Siehe Croft, 2001, p. 96).
Zwarts: (Zwarts 2010a) unterscheidet zwei Ansätze von semantischen Mappings:
a) Matrix-getriebene semantische Karten: hier wird die semantische Karte aus einer sprachübergreifenden lexikalischen Matrix gewonnen.
GärdenforsVsSemantische Mappings: es wird selten erklärt, wie die Komponenten der semantischen Karte eigentlich identifiziert werden. Das wird meist der Intuition des Linguisten überlassen.
b) Raum-getriebene semantische Karten: gehen davon aus, dass für einen bestimmten Bereich ein einziger universeller Begriffsraum die semantische Struktur für alle Sprachen festlegt. Bsp Farbraum. (Siehe Berlin and Kay, 1969).
Gärdenfors: mein Ansatz ist ähnlich dem von semantischen Mappings: die Dimensionen des semantischen Universums sollten identifiziert werden und zu relevanten kommunikativen Funktionen in Beziehung gesetzt werden. Dabei sollte Bedeutung von Form getrennt werden.
Typologische Theorien/Croft/Gärdenfors: (Croft 2001, p. 96): These: die meisten grammatischen Bereiche liefern Universalien die Form und Funktion aufeinander abbilden und die als zusammenhängende semantische Karte repräsentiert werden können.
I 176
Semantisches Mapping/Gärdenfors: besteht nicht zwischen Sätzen und den von ihnen ausgedrückten Propositionen. Grund: Satzbedeutungen sind stark kontextabhängig.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014

Send Link
> Gegenargumente gegen Gärdenfors

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.11.2017