Philosophie Lexikon der Argumente

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Indirekte Rede: Aussagen, die Sprechern von anderen Sprechern bei einer Gelegenheit zugeschrieben werden, die mit der Äußerungssituation nicht zeitlich zusammenfällt. Sätze in indirekter Rede sind grammatisch verändert, sodass deutlich wird, dass es sich nicht um die ursprüngliche Äußerung selbst handelt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 177
Indirekte Rede/Lyons: in der Antike (Latein) kam es durchaus vor, dass eine ganze Rede als indirekt widergegeben wurde, wobei jeder Abschnitt nach traditioneller Auffassung als getrennt aufgefasst werden muss. Alle sind einzeln abhängig von einem „Verb des Sagens“.
I 257
Indirekte Rede/Tradition/Lyons: Bsp Dico te venisse (Ich sage, dass du kamst) kann in zwei Stufen erzeugt werden:
1. Direkte Form: Tu venisti
2. Indirekte Form durch „dico“.
Chomsky: (s.u.) es ist nicht der Satz selbst, sondern die (Tu) venisti zugrundeliegende Tiefenstruktur, die als Objekt zu dico “eingebettet” wird. (>Einbettung, s.u. I 269)
Einbettung/indirekte Rede/Latein/Tradition/Mehrdeutigkeit/Lyons: es ist bekannt, dass die Einbettung in indirekte Rede zu einer Mehrdeutigkeit führen kann: Bsp Dico Clodiam amare Catullum. ((s) jeder kann sowohl Subjekt als auch Objekt sein).
Neutralisierung/Problem: beide Nomina stehen hier im Akkusativ.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995

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