Philosophie Lexikon der Argumente

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Sätze: Sprachliche Formen zum Ausdrücken von bestehenden oder nichtbestehenden Sachverhalten, von Bedingungen, Wünschen, Fragen oder Befehlen. Aussagesätze können wahr oder falsch sein, im Gegensatz zu anderen Formen von Sätzen oder einzeln stehenden Wörtern. Siehe auch Subsententiales, Wahrheit, Aussagen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 53
Äußerung/Linguistik/Lyons: ungleich Satz: die tatsächlichen Äußerungen können nicht restlos durch eine vorhergehende Beschreibung der möglichen Sätze einer Sprache beschrieben werden.
Satz/Äußerung: die Unterscheidung zwischen Satz und Äußerung ist für die moderne Linguistik grundlegend. Aber wir können zunächst einige Grundbegriffe ohne sie entwickeln.
I 54
In den nächsten drei Kapiteln werden „Satz“ und „Äußerung“ noch synonym verwendet. Später:
Satz: Einheit der langue
Äußerung: Manifestation der parole.
I 176
Def abgeleiteter Satz/Lyons: Bsp Sätze mit Index-Wörtern: Bsp „Er wird gleich da sein“. Hier gibt es distributionelle Einschränkungen. ((s) Weil es eine anaphorische Kette geben muss). (>Distribution, >Pronomen).
I 177
Unvollständiger Satz/Lyons: heute: wird darauf hingewiesen, dass unvollständige Äußerungen meist vollkommen verständlich sind., und daher nicht „unvollständig“ heißen sollten.
I 178
Vollständigkeit/Linguistik/Lyons: man muss zwischen kontextbezogener und grammatischer Vollständigkeit unterscheiden.
Kontextmäßig unvollständig: Bsp „Mit Peters, wenn er rechtzeitig kommt“: vorher: „Mit welchem Wagen fahren wir?“.
grammatisch unvollständig: Bsp „Got the tickets?“: Hier ist es egal, welche Karten es sind.
I 179
Satz/Lyons: distributionelle Beziehungen überschneiden oft die Grenzen von Äußerungssegmenten, die normalerweise als getrennte Sätze angesehen werden,. Das ist aber kein Widerspruch, wenn wir zwei Bedeutungen von „Satz“ annehmen:
a) Satz als grammatische Einheit: ist ein abstraktes Ganzes. In diesem Sinn bestehen Äußerungen niemals aus Sätzen.
b) Äußerungssegmente als Satz: Bsp „How are you? It’s a fine day. Are you going to play tennis this afternoon?” (Siehe Sätze/Bloomfield).
Satz/Lyons: These: Wir sollten den Begriff Satz auf den abstrakteren Sinn beschränken, dann sind Sätze Einheiten der langue, und Äußerungen Einheiten der parole. (Siehe parole/Saussure).
I 183
Satz/Phonologie/Lyons: ein Satz kann phonologisch durch Sprechmelodie (Intonation) und Redepause verdeutlicht werden, bzw. das sind seine phonologischen Kriterien.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995

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