Philosophie Lexikon der Argumente

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Substitution, Ersetzung, Philosophie: Hier geht es um das Ersetzen sprachlicher Elemente oder logischer Symbole innerhalb von Aussagen oder logischen Formeln durch andere sprachliche Elemente oder logische Symbole, die an der gleichen syntaktischen Position in der Lage sind, eine sinnvolle Aussage zu bilden. Wenn dabei der Wahrheitswert (wahr oder falsch) der Aussage erhalten bleibt, spricht man von Substituierbarkeit eines Terms durch einen anderen in einem Kontext. Siehe auch Gleichheit, Einsetzen, Bedeutung, Identität, Koreferenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 164
Lexikalische Substitutionsregeln/Lexikon/Substitution/Lyons: formal:

X > x I x e X

“Wenn X eine Variable ist, die alle jene grammatischen Klassen umfasst, die im generativen System vertreten sind (z.B. T, N oder V) so ersetze X durch x, das ein Element der Klasse C ist“.
I 165
Lexikalische Substitution: da die Regel unabhängig vom Wert von X ist, können wir die Wortlisten als eine Reihe von Regeln betrachten die einen Anhang zur Grammatik darstellen und dann brauchen wir die verallgemeinerte lexikalische Substitutionsregel gar nicht.
Vs: das werden wir gleich revidieren!
Pro: mit dieser These folgen wir dem frühen Chomsky dann haben wir folgende Listen:
T > {the}
N> {man, dog, chimpanzee,...}
V > {bites, eats, opens…}
I 166
Grammatik/Lexikon: die Verbindung von Grammatik und Lexikon ist dann so:
(1) S > T + N + V + T + N
(2) N > ({Na, Nb, Nc}
(3) V > {Vd, Ve, Vf}
(4) Na > {man, dog,...}
(5) Nb > {banana, milk…}
….
Dieses Regelsystem formalisiert innerhalb der Grammatik die Tatsache, dass Na, Nb, Nc und Vd, Ve, Vf die Subklassen der Klassen N und V sind. Es wird also eine zusätzliche Schicht eingeführt. Diese Schicht wird durch die Verzeigungen im Stammbaum angezeigt.
I 167
Problem: dadurch werden jedoch genau die Kombinationen zugelassen, die hätten ausgeschlossen werden sollen. (Siehe auch Selektion/Lyons).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995

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