Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 71
Icon/Index/Symbol/Deacon: wenn wir sagen, etwas sei ikonisch meinen wir, dass es uns an etwas erinnert, Bsp Landschaften, Portraits usw.
Index/Indikator: hier gibt es eine physische Verbindung zu etwas anderem, Bsp Thermometer, Wetterfahne, usw.
Symbole: hier geht es um soziale Konvention, Bsp Ehering. Zusammengenommen symbolisieren die Wörter eines Satzes eine bestimmte Idee oder eine Menge von Ideen.
Kein Objekt ist intrinsisch ein Icon, ein Index oder ein Symbol. Wenn wir etwas ein Icon oder einen Index nennen, sprechen wir über die Intention seiner Verwendung.
VsIkonizität: Viele sagen, dass alles ein Ikon für alles Mögliche sein kann.
Deacon: das kann man auch über die beiden anderen Fälle sagen.
I 72
Man streitet sich z.B. darüber, ob gewisse Zeichensprachen wie die American Sign Language (ASL) symbolisch oder ikonisch sind.
Interpretation/Interpretierbarkeit: es ist auch die Frage, ob interpretative Fähigkeiten gebraucht werden bzw. im Laufe der Zeit verloren gehen und neu gewonnen werden.
I 73
Symbol/Icon/Tiersprache/Deacon: Bsp Gelächter/Humor: wahrscheinlich steckt im Begriff
Humors ein symbolisches Element, für das Tiere - im Gegensatz zu Gelächter – nicht empfänglich sind. Tiere sind auch nicht empfänglich dafür, die soziale Komponente einfacher Signale zu verstehen, selbst wenn sie in diesem Prozess involviert sind.
Interpretation/Peirce/Deacon: Peirce unterscheidet zwischen verschiedenen Arten der Referenz und erklärt sie mit verschiedenen Ebenen der Interpretation:
Tierrufe: im Gegensatz zum Tier kann der Mensch Assoziationen höherer Stufe unterscheiden. Dabei geht es um mehr als bloß zunehmende Komplexität.
I 74
Pointe: wenn ich die symbolische Referenz nicht erkenne, kann ich dasselbe immer noch als Icon auffassen, d.h. ich kann seine Ähnlichkeit mit etwas anderem erkennen.
Man könnte annehmen, dass es eine Hierarchie der Referenz von ikonischer über indexhafte bis hin zu symbolischer Referenz gäbe, aber so einfach ist es nicht.
Pointe. Es ist nicht die Ähnlichkeit, die die Ikonizität schafft! Erst nach dem Erkennen der ikonischen Relation beurteilen wir die Ähnlichkeit des Zeichens mit dem Objekt. Die Interpretation ist dabei etwas, das wir eben nicht tun! Es ist ein Akt, eine Unterscheidung nicht zu machen!
I 75
Bsp Mimikry: ob sie funktioniert hängt von Kleinigkeiten wie der Aufmerksamkeit oder Unaufmerksamkeit des Fressfeindes ab. Von diesen Umständen hängt nun ab, ob wir die Färbung des Tiers als ikonisch oder als indexhaft interpretieren.
I 76
Ähnlichkeit/Interpretation: Ähnlichkeit, die im Interpretationsvorgang aufgrund externer Einflüsse festgestellt wird, entscheidet also darüber, ob wir etwas als Icon oder als Index auffassen.
Interpretation: ist im Fall von Skulpturen oder Schwärzungen des Papiers nicht anders.
I 77
Icons/Deacon: These. Icons entstehen aus dem Fehlschlagen des Versuchs differenzierende Indizes für die Unterscheidung von Dingen aufzustellen. >Symptome.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013

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