Philosophie Lexikon der Argumente

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Information, Informationstheorie: Ein Zeichen oder eine Zeichenkombination enthält Information, wenn für den Empfänger klar ist, dass dieses Zeichen oder die Zeichenkombination anstelle eines anderen möglichen Zeichens oder einer möglichen Zeichenkombination erscheint. Der Vorrat an möglichen Zeichen bestimmt zu einem Teil die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Zeichens aus diesem Vorrat. Zusätzlich kann die erwartete Wahrscheinlichkeit für das Erscheinen eines Zeichens durch bereits gemachte Erfahrungen von Regelmäßigkeiten erhöht werden. Die Menge der Information, die durch ein Zeichen übermittelt wird hängt ab von der Unwahrscheinlichkeit des Auftretens des Zeichens.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
II 83
Information/Sprache/Wiener: es ist theoretisch möglich, die Statistik der semantischen und Verhaltenssprache so zu entwickeln, dass wir ein gutes Maß des Informationsbetrags in jedem System erhalten. Jedenfalls können wir ganz allgemein zeigen, dass phonetische Sprache im Verhältnis zur Eingabe weniger
II 84
Gesamtinformation enthält oder auf jeden Fall nicht mehr als das zum Ohr führende Übermittlungssystem und dass semantische und Verhaltenssprache noch weniger Information enthalten. Diese Tatsache ist eine Form des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik und gilt nur, wenn wir bei jeder Stufe die übertragene Information als Maximalinformation betrachten, die mit einem entsprechend verschlüsselten Empfangssystem übertragen werden könnte.
II 121
Das Eigentumsrecht an Information leidet an dem notwendigen Nachteil, dass eine Information, die zum allgemeinen Informationsstand der Gemeinschaft beitragen soll, etwas vom vorherigen allgemeinen Informationsbesitzt der Gemeinschaft wesentlich Verschiedenes aussagen muss.
II 122
Der Gedanke, dass Information in einer sich ändernden Welt ohne merkbare Minderung ihres Wertes gestapelt werden kann, ist falsch.
II 123
Information ist eben mehr eine dynamische als eine Stapelungsangelegenheit.
II 124
Der Zeitfaktor ist in alle Beurteilungen des Informationswertes wesentlich.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

WienerN I
Norbert Wiener
Cybernetics, Second Edition: or the Control and Communication in the Animal and the Machine Cambridge, MA 1965

WienerN II
N. Wiener
Mensch und Menschmaschine Frankfurt/M. 1952

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