Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Habermas III 229
Kunst/Max Weber/Habermas: nicht nur die Wissenschaft, auch die autonome Kunst rechnet Weber zu den Erscheinungsformen der kulturellen Rationalisierung. Die künstlerisch stilisierten Ausdrucksmuster verselbständigen sich mit den Bedingungen der zunächst höfisch-mäzenatischen, später bürgerlich-kapitalistischen Kunstproduktion: „Die Kunst konstituiert sich nun als ein Kosmos immer bewusster erfasster selbständiger Eigenwerte.“ (1)
Habermas: Weber konzentriert sich freilich nicht in erster Linie auf den Kunstbetrieb und Kunstkritik, sondern auf
III 230
die Effekte, die eine bewusste Erfassung ästhetischer Eigenwerte für die Techniken der Kunstproduktion hat.
III 231
Die Kunstentwicklung spielt aber für Weber für die soziologische Erklärung der gesellschaftlichen Rationalisierung so wenig eine Rolle wie die Wissenschaftsgeschichte. Die Kunst kann diese Prozesse nicht einmal, wie eine zur Produktivkraft gewordene Wissenschaft, beschleunigen.
III 251
Fortschritt/Kunst/Weber/Habermas: Weber betont, „dass die Verwendung einer bestimmten, noch so ‚fortgeschrittenen‘ Technik über den ästhetische Wert des Kunstwerks nicht das geringste besagt.“ (2)


1. M. Weber, Gesammelte Ausätze zur Religionssoziologie, Bd. I. 1963, S. 555.
2. M. Weber Methodologische Schriften, Hrsg. v. J. Winckelmann, Frankfurt 1968


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Weber I
M. Weber
Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus München 2013

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

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