Philosophie Lexikon der Argumente

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Logik: die Lehre von der Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit von Relationen zwischen Aussagen und damit der Gültigkeit der Zusammensetzungen dieser Aussagen. Insbesondere geht es darum, ob Schlüsse aus bestimmten Vorgaben wie Prämissen oder Vordersätzen erhalten werden können. Logische Formeln sind zunächst nicht interpretiert. Erst die Interpretation, d.h. die Einsetzung von Werten, z.B. Gegenständen anstelle der freien Variablen macht die Frage nach ihrer Wahrheit sinnvoll.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 49
Logik/Bricolage/Lévi-Strauss: es steckt zweifellos etwas Paradoxes in der Vorstellung einer Logik, deren Begriffe in Abfällen und Bruchstücken, Spuren psychologischer und historischer Vorgänge stehen, die als solche jeder Notwendigkeit ermangeln.
Was die Form betrifft, steckt in ihnen eine Analogie. Siehe Analogie/Lévi-Strauss.
I 50
Die Notwendigkeit dieser Logik existiert als die Invarianz semantischer oder ästhetischer Art, die die Gruppe der Transformationen charakterisiert, zu denen diese Beziehungen sich eigenen.
((sVsLévi-Strauss: „Gruppe von Transformationen“ unklar.) (Siehe Alan Sokal, und Jean Bricmont, Fashionable nonsense: postmodern intellectuals’ abuse of science, New York, 1998.)
Logik/Lévi-Strauss: diese Logik arbeitet ein wenig nach der Art des Kaleidoskops…allerdings müssen die Produkte des Zerbrechens… gewisse Ähnlichkeiten zeigen. ((s)VsLévi-Strauss: der Vergleich mit einem Kaleidoskop entfernt die Argumentation von dem, was die Logik eigentlich ausmacht.
I 51
Lösung/Lèvi-Strauss: dieser spricht von einer „konkreten Logik“. Er meint damit, dass die Eingeborenen, von denen seine Untersuchungen handeln, in ihrer eigenen Wahrnehmung gewissen Zwängen unterworfen sind, was die Handhabung von Zeichen und Gegenständen betrifft.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

LevSt I
Claude Lévi-Strauss
Das Wilde Denken Frankfurt/M. 1973

LevSt II
C. Levi-Strauss
The Savage Mind (The Nature of Human Society Series) Chicago 1966

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