Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 46
Moraltheorien/Rawls: wir diskutieren Probleme der Moraltheorie am Beispiel des reflexiven Gleichgewichts. Wir gehen davon aus, dass jede erwachsene Person eine Fähigkeit zum Fällen von Gerechtigkeitsurteilen unter normalen sozialen Umständen entwickelt, sowie die Erwartungen, dass andere Mitglieder ihrer Gemeinschaft sich ähnlich entwickeln und ähnliche Bestrebungen haben. Das hat eine erhebliche Komplexität zur Folge.
Nun könnte man zunächst annehmen, dass Moraltheorien sich mit dieser Komplexität zu beschäftigen hätten. Das würde jedoch zu potentiell unendlichen Listen von Urteilen führen. Stattdessen müssen wir verstehen, welche Prinzipien uns im Einzelfall leiten.
I 47
Moralprinzipien/Rawls: Rawls vergleicht die Fähigkeit, äußerst komplexe moralische Urteile zu fällen mit dem von Chomsky angenommenen angeborenen Sinn für grammatische Korrektheit. Rawls vermutet, dass die - auch für unsere moralischen Urteile entscheidenden – Prinzipien selbst nicht allzu komplex sein werden.
I 48
Gerechtigkeit/Reflexives Gleichgewicht/Rawls: aus moralphilosophischer Sicht ist es am besten, den Gerechtigkeitssinn einer Person nicht auf eine Vorstellung von Gerechtigkeit zurückzuführen, sondern auf eine Übereinstimmung ihrer Urteile mit einem reflexiven Gleichgewicht, also nach eine Abwägung verschiedener Vorstellungen.
I 50
Rawls These: wenn wir verstehen, wie Menschen moralisch urteilen, haben wir den Anfang einer Moraltheorie, analog zur Grammatiktheorie von Rawls, die auf der Beobachtung des Sprachverhaltens beruht. In diesem Sinn ist eine Theorie der Gerechtigkeit genau das, eine Theorie.
I 51
Moralphilosophie: muss in der Lage sein, kontingente Annahmen und allgemeine Tatsachen in beliebigem Maße in Betracht zu ziehen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

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> Gegenargumente gegen Rawls

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