Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 67
Effizienz/Prinzip der Effizienz/Rawls: hier geht es darum, dass Güterverteilung an einem bestimmten Punkt nicht geändert werden kann, ohne dass bestimmte Personen dadurch schlechter gestellt werden. Eine effiziente Konfiguration impliziert keine absolute Gleichverteilung.
I 68
Dabei wird nicht schon eine konkrete Verteilung angenommen, sondern ein Bereich möglicher Verteilungsformen, die allesamt effizient sind in dem Sinn, dass erst eine Abweichung davon einige Mitglieder der Gemeinschaft schlechterstellt. (>Pareto-Optimum).
Innerhalb eines Bereichs optimaler Formen ist keine Form der tatsächlichen Ungleichverteilung einer anderen Form überlegen. Die verschiedenen Ausprägungen sind in diesem Sinn nicht vergleichbar.
I 69
Rawls: Innerhalb des Konzepts der Gerechtigkeit als Fairness sind Gerechtigkeitsprinzipien dem Prinzip der Effizienz vorgeordnet.
I 70
Eine effiziente Situation ist eine, in der niemand mehr mit jemand anderem tauschen will und keiner mehr etwas hat, was er für anderes eintauschen könnte. Dies erlaubt jedoch mehrere Formen möglicher Verteilungen.
Das Effizienzprinzip kann auf die Grundstruktur (einer Gemeinschaft) angewendet werden, wenn man es auf die [angenommenen] Erwartungen repräsentativer Mitgliedert anwendet. (Siehe J. M. Buchanan „The Relevance of Pareto Optimality“, Journal of Conflict Resolution, vol. 6 , 1962 – J. M. Buchanan and Gordon Tullock, The Calculus of Consent, Ann Arbor, 1962.).
Angewendet auf die Grundstruktur von Rechten und Pflichten kann man dann sagen, das eine Struktur effizient ist, wenn eine Änderung negative Auswirkungen auf die Erwartungen von mindestens einer Person hätte. Hierbei sind wiederum verschiedene effiziente Arrangements möglich. Diese sind wiederum nicht alle gleichermaßen gerecht. Daher kann das Effizienzprinzip allein nicht für Gerechtigkeit sorgen.
Märkte/Rawls: innerhalb eines standardmäßig definierten wettbewerbsorientierten Marktes werden Einkommen und Wohlstand effizient verteilt sind.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

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> Gegenargumente gegen Rawls

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