Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Rawls I 215
Toleranz/Rousseau/Rawls: wenn Gründe für eine Begrenzung von Toleranz angegeben werden, verstoßen sie oft gegen das Prinzip der Freiheit. Bsp Rousseau dachte, dass die Menschen es für nicht möglich halten würden, mit anderen in Frieden zusammen zu leben, die sie selbst als verdammt betrachteten. Denn diese zu lieben wäre gleichbedeutend damit, Gott zu hassen, der sie bestraft. Wer andere als verdammt ansieht, müsste sie nach Rousseau bekämpfen oder bekehren.
RawlsVsRousseau: Rousseau würde also selber nicht diejenigen Religionen tolerieren, die sagen, dass es außerhalb der Kirche keine Erlösung gibt. (Siehe Rousseau, The Social Contract, bk. IV, ch. VIII.)
Rawls: aber die Konsequenzen stützen sich nicht auf Erfahrung. Ein a priori psychologisches Argument, wie plausibel auch immer, ist nicht hinreichend dafür, Toleranz aufzugeben. Gerechtigkeit geht dagegen davon aus, dass Störungen der öffentlichen Ordnung oder Freiheit in der gemeinschaftlichen Erfahrung festgestellt werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rousseau I
J. J. Rousseau
The Confessions 1953

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

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> Gegenargumente gegen Rousseau
> Gegenargumente zu Toleranz

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