Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Rawls I 293
Zeitpräferenz/Rationalität/Sidgwick/Rawls: Rationalität impliziert, dass sie für die gesamte Spanne unseres Lebens gilt; dass etwas früher oder später geschieht, ist kein Grund, es stärker oder weniger stark zu berücksichtigen. Allerdings mag die unmittelbare Gegenwart oder nächste Zukunft einen Ausschlag geben bei der Beurteilung von Sicherheit oder Wahrscheinlichkeit und wir sollten berücksichtigen, wie unsere unmittelbare Situation sich auswirkt.
Rawls I 294
Aber nichts davon rechtfertigt eine Bevorzugung eines Gutes wegen seiner zeitlichen Positionierung. (H. Sidgwick The Methos of Ethics, 7nd ed. London, 1907, p. 381; Siehe auch F.P. Ramsey, „A Mathematical Theory of Saving“, Economic Journal, vol. 38, 1928., Nachdruck in Arrow and Scitovsky, Readings in Welfare Economics.)
I 294
Zeitpräferenz/Generationengerechtigkeit/Rawls: (Siehe Zeitpräferenz/Sidgwick, Zeitpräferenz/Sen): Sidgwick These: dass etwas früher oder später geschieht, ist kein Grund, es stärker oder weniger stark zu berücksichtigen. Sen These: Die Situation ist symmetrisch: Es gibt keinen Grund für die Parteien, der reinen Positionierung im Zeitverlauf ein besonderes Gewicht zu geben.
I 295
Rawls: dass wir eine Zeitpräferenz zurückweisen, ist nicht inkompatibel damit, dass wir Unsicherheiten und wechselnde Umstände in Betracht ziehen. Es schließt auch nicht aus, dass zeitlich begrenzte Investmentfonds Zinsen zahlen. Ausgeschlossen wird nur, dass in der Anfangssituation einer zu errichtenden Gesellschaft eine bestimmte Generation bevorzugt wird.
Demokratie: Frage: wiederspricht dies nicht den Prinzipien der Demokratie, die erfordern, dass die Wünsche der gegenwärtigen Generation berücksichtigt werden? (Vgl. A. Sen, „On Optimizing the Rate of Savings“, Economic Journal, 71, (1960) p. 482; S. A. Marglin, „The Social Rate of Discount and the Optimal Rate of Investment“, Quarterly Journal of Iconomics, vol. 77 (1963), pp. 100-109.)
I 296
Rawls: das hängt von der Interpretation ab. Nachdem der öffentliche Wille zum Ausdruck gebracht ist, kann er nicht übergangen werden.
I 297
Für eine allgemeinere Gestaltung sind aber zunächst unsere Prinzipien der Gerechtigkeit ausschlaggebend.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

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> Gegenargumente gegen Rawls

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