Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
III 71
Kulturelle Werte/Habermas: Kulturelle Werte gelten nicht als universal. Sie wind auf den Horizont der Lebenswelt einer bestimmten Kultur eingegrenzt. Daher setzt die Kritik von Wertstandards ein gemeinsames Vorverständnis der Argumentationsteilnehmer voraus, das nicht zur Disposition steht, sondern den Bereich der thematisierten Geltungsansprüche zugleich konstituiert und begrenzt. (1)
III 133
Kulturelle Werte/Habermas: mit kulturellen Werten verbinden wir keine normativen Geltungsanspruch, aber Werte kandidieren für eine Verkörperung in Normen; sie können im Hinblick auf eine regelungsbedürftige Materie allgemeine Verbindlichkeiten erlangen. Im Lichte kultureller Werte erscheinen die Bedürfnisse eines Individuums auch anderen Individuen, die in der gleichen Überlieferung stehen, als plausibel. Bedürfnisse werden jedoch in legitime Handlungsmotive erst dadurch transformiert, dass die entsprechenden Werte bei der Regelung von Problemlagen für einen Kreis von Betroffenen normativ verbindlich werden.


1.Vgl. Konferenzbericht: G. Großklaus, E. Oldemeyer (Hrsg.); Werte in kommunikativen Prozessen, Stuttgart 1980.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

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> Gegenargumente gegen Habermas

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