Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Habermas III 111
Utopismus/A. Wellmer/Habermas: ein zur Illusion des verdinglichenden Denkens komplementärer Irrtum der Moderne ist der Utopismus, der meint, dass wir aus dem Begriff des dezentrierten Weltverständnisses und der prozeduralen Rationalität „zugleich das Ideal einer vollkommen rational gewordenen Form des Lebens“ (1) gewinnen könnten.
Habermas: Lebensformen bestehen ja nicht nur aus Weltbildern, die wir unter strukturellen Gesichtspunkten als mehr oder weniger dezentriert einstufen können, nicht nur aus Institutionen, die unter den Aspekt der Gerechtigkeit fallen.
Habermas III 112
Utopie/Habermas: der Versuch, ein Äquivalent für das anzugeben, was einmal mit der Idee des guten Lebens gemeint war, darf nicht dazu verleiten, aus dem prozeduralen Begriff der Rationalität, mit uns das dezentrierte Weltverständnis der Moderne zurückgelassen hat, eine Idee des guten Lebens abzuleiten.
Wellmer: „Aus diesem Grunde können wir nur bestimmte formale Bedingungen eines vernünftigen Lebens angeben.“ (2)


1.A Wellmer, Thesen über Vernunft, Emanzipation und Utopie (MS (1979), S. 32.
2. ibid. S. 53.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Wellmer, Albrecht

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

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> Gegenargumente gegen Wellmer

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