Philosophie Lexikon der Argumente

Home Screenshot Tabelle Begriffe

 
Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Alfred Schütz über Verstehen – Lexikon der Argumente

Habermas III 176
Verstehen/Soziologie/Schütz/Habermas: Schütz These: Mit der Wahl handlungstheoretischer Grundbegriffe treffen wir mindestens drei methodische Vorentscheidungen:
1. Wir beschreiben die gesellschaftliche Realität so, dass sie als eine aus den Interpretationsleistungen der Beteiligten hervorgehende Konstruktion der Alltagswelt begriffen wird.(1)
Habermas III 177
2. Der Wissenschaftler muss fragen, welches Modell eines individuellen Wesens konstruiert werden kann und welche typischen Inhalte im zuzuordnen sind.(2)
3. Die theoretischen Begriffe müssen sich an die vortheoretischen Begriffe anschließen, in denen die Angehörigen ihre Situation interpretieren.(3)
>Handlungstheorie
, >Theorien, >Theoriesprache, >Beobachtungssprache, >Methode, >Modelle.

1. A. Schütz, Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, Wien 1932, S. 6.
2. ebenda S. 49f.
3. ebenda S. 50.

_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Schütz I
Alfred Schütz
Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt Wien 1932

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

Send Link
> Gegenargumente gegen Schütz
> Gegenargumente zu Verstehen ...

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Y   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z