Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Mause I 46
Citioyen/citizen/Rousseau: Nur in einem republikanischen Gemeinwesen kommt der Einzelne in den Genuss der „bürgerlichen Freiheit“ (1), weil nur die Gesetzeskraft des Gemeinwillens das Eigentumsrecht normativ wirksam begründet und er sich als citoyen zugleich als Urheber aller Gesetze verstehen kann, der damit, indem er der volonté générale gehorcht, letztlich nur sich selbst gehorcht, also autonom ist – eine Einsicht, die wiederum seine „moralische Freiheit“ (2) ausmacht und bei deren Ausbleiben es Rousseau zufolge angebracht ist, dass „man ihn dazu zwingt, frei zu sein“. (3) Im Falle eines Konfliktes zwischen den privaten Interessen des bourgeois und der im gemeinwohlorientierten citoyen verkörperten volonté générale ist also letztere ausschlaggebend, und darin verdichtet sich in paradigmatischer Weise das republikanische Primat der Politik bei Rousseau im Hinblick auf das Verhältnis zur Wirtschaft.

1. J.-J. Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts. In Politische Schriften, Hrsg. Ludwig Schmidts, Bd.1, Paderborn 1977, S. 79
2. Ebenda
3. Ebenda S. 77


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rousseau I
J. J. Rousseau
The Confessions 1953

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018

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