Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Mause I 235
Staatsverschuldung/Keynesianismus: wenn das Produktionspotenzial bereits voll ausgeschöpft ist, so dass höhere staatliche Ausgaben für Güter und Dienstleistungen auf Dauer dazu führen, dass die privaten Ausgaben für Güter und Dienstleistungen geringer ausfallen müssen, als dies ohne höhere staatliche Ausgaben möglich wäre, sollte aus keynesianischer Sicht ein Defizit hingenommen werden und die Ausgaben erhöht werden, um eine anhaltende Nachfrageschwäche und hohe Arbeitslosigkeit zu verhindern.
Def Crowding In: Anregung der privaten Investitionstätigkeit durch die staatliche Stützung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. VsKeynesianismus: Siehe Staatsverschuldung/Neoklassische Theorien.

Mause I 277
Staatsverschuldung/Keynesianismus: Defizite der öffentlichen Haushalte dienen nach keynesianischer Interpretation in der Rezession als Stimulus zur Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und helfen so, den konjunkturellen Abschwung abzuschwächen und das Ausmaß der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit zu reduzieren.
Problem: Multiplikationsfaktor: Ob ein aktives deficit-spending diesen Zweck erfüllen kann, hängt vor allem von der Antwort auf die empirische Frage ab, wie hoch der Staatsausgaben-Multiplikator ist, der Auskunft darüber gibt, wie stark der Effekt zusätzlicher, defizitfinanzierter Staatsausgaben auf das Bruttoinlandsprodukt ist. Diese Frage ist heute noch umstritten. (1)
In einer Krise des Finanz- und Bankensektors und in
Mause I 7288
Voklswirtschaften mit flexiblen Wechselkursen scheint der Faktor deutlich höher zu sein. (2)


1.Ethan Ilzetzki, Enrique G. Mendoza, und Carlos A. Végh. 2013. How big (small?) are fiscal multipliers? Journal of Monetary Economics 60 (2): 239– 254.
2. Giancarlo Corsetti und Gernot J. Müller. 2015. Fiscal Multipliers: Lessons from the Great Recession for Small Open Economies. Research Report, Stockholm: Swedish Fiscal Policy Council.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Keynesianismus

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018

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> Gegenargumente gegen Keynesianismus

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