Philosophie Lexikon der Argumente

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Brocker I 195
Demokratie/Ortega y Gasset: »Charakteristisch für den gegenwärtigen Augenblick ist es (…), dass die gewöhnliche Seele sich über ihre Gewöhnlichkeit klar ist, aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen« (1). Eine solche »brutale Herrschaft« der Massen bzw. des Durchschnittsmenschen nennt Ortega »Überdemokratie«. »Überdemokratisch« handelnd, zwingt die Masse dem Gemeinwesen ohne Gesetz und allein durch das bloße Mittel des materiellen Drucks ihrer Wünsche und Geschmacksrichtungen neue und andersartige Präferenzen auf (2).


1. José Ortega y Gasset, La Rebelión de las Masas (con un prólogo para franceses, un epílogo para ingleses y un apéndice: Dinámica del tiempo), Madrid 1937 (zuerst 1929). Dt.: José Ortega y Gasset, Der Aufstand der Massen, Reinbek 1956, S. 12
2.Ebenda S. 11f.


Thomas Gil, „Ortega y Gasset, Der Aufstand der Massen (1929)“ In: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Ortega y Gasset, José

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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