Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 632
Internationale Politik/System/Staaten/Waltz: im Gegensatz zum System „Staat“ verfügt das internationale System über keine zentrale systemweite Autorität, die über den Staaten steht und die Beziehungen der Staaten verbindlich regeln könnte. Das scheint zunächst paradox, weil die Staaten des Systems bestrebt sein müssten, ihre Sicherheit durch die Etablierung einer zentralen Autorität innerhalb des Systems zu gewährleisten (1), zu deren Kompetenzen wirksame Sanktionsmittel gegenüber Friedensbrechern gehörten.
Problem: Auf der Ebene des internationalen Systems würde es unweigerlich zu einem Spannungsverhältnis zwischen der „Zentrale“ und einzelnen Staaten mit den stärksten Machtpotenzialen kommen.
Daraus folgt, dass Autonomie bzw. Unabhängigkeit neben Sicherheit zu den obersten Zielen staatlichen Handelns gehört.


1.Kenneth N. Waltz Theory of International Politics, Reading, Mas. 1979, S. 126


Carlo Masala, „Kenneth N. Waltz, Theory of International Politics” in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

PolWaltz I
Kenneth N. Waltz
Man,the State and War New York 1959

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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