Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

 
Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 682
Terminologie/Barber: Def Thin Democracy/Barber: repräsentative Demokratie (siehe Politische Repräsentation/Barber) habe zwei Schwächen: 1. Sie habe sich oft als widerstandsschwach gegenüber diktatorischen und totalitären Versuchungen erwiesen, 2. Sie sei unfähig, ihre inneren Funktionsprobleme aus eigener Kraft zu überwinden. Es mangele der liberalen Demokratie also an Bindungskraft und Transformationspotential. (1)
Def Starke Demokratie/strong democracy/Barber: ist dagegen durch direktere Partizipationsmöglichkeiten charakterisiert. Siehe Demokratie/Barber, Demokratietheorie/Barber.
Brocker I 685
Ihre Kernelemente sind öffentliche Kooperation, Kreativität und Transformation. Es entsteht eine sich selbst regierende Gemeinschaft von Bürgern, die weniger durch einheitliche Interessen vereinigt sind als durch staatsbürgerliche Erziehung (civic education). Die Bürger haben hier die Fähigkeit zur Verfolgung gemeinsamer Zwecke eher durch staatsbürgerliche Einstellungen (civic attitudes) erworben als durch Altruismus oder Gutmütigkeit. (2)
Brocker I 686
Def Autoritäre Demokratie/Barber: erscheint auf den ersten Blick als Variante des Kommunitarismus (3), beruhe aber in Wirklichkeit auf der Autorität einer leistungsfähigen Elite in einem starken Staat, der „im Namen von Sicherheit und Ordnung“ über eine „unterwürfige Bürgerschaft“ herrsche. (4)
Def Juridische Demokratie/Barber: stützt sich auf Konfliktbereinigung durch eine Richterelite.
Def Pluralistische Demokratie/Barber: hier werden Entscheidungen zwischen Gruppen ausgehandelt, deren internes Verhältnis jedoch durch ein Gefälle zwischen Eliten und passiven Mitgliedern bestimmt bleibt.


1. Benjamin Barber, Strong Democary, Participatory Politics for a New Age, Berkeley CA, 1984, Dt. Benjamin Barber, Starke Demokratie. Über die Teilhabe am Politischen, Hamburg 1994, S. 32
2. Ebenda S. 99
3. Ebenda S. 131
4. Ebenda


Michael Haus, „Benjamin Barber, Starke Demokratie“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

PolBarb I
Benjamin Barber
The Truth of Power. Intellectual Affairs in the Clinton White House New York 2001

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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