Philosophie Lexikon der Argumente

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Allgemeinheit: bezieht sich auf Eigenschaften, die von mehreren Gegenständen geteilt werden.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 203
Einzelnes/Allgemeines/TugendhatVsTradition: sprachanalytisch gesehen ist das Bewusstsein von Einzelnem genauso wenig sinnlich wie von Allgemeinem - aber Bewusstsein von Allgemeinem hat in der Gleichartigkeit eine sinnliche Vorform! - Referenz auf Einzelnes ist daher problematischer.
I 370
Allgemeinheit/Referenz/sing Term/Tugendhat: tatsächlich ist beim singulären Term eine Beziehung auf alle Gegenstände (eines Bereichs) vorausgesetzt - aber das ist keine wirkliche Relation - die Mannigfaltigkeit ist dem Bewusstsein irgendwie präsent. - Singuläre Termini müssen nicht wahrnehmbare Gegenstände bezeichnen, auch nicht einzelne Gegenstände.
I 462
Identifikation/Tugendhat: räumliche und zeitliche Relation zwischen Gegenständen ist nicht hinreichend. - Es gibt unendlich viele Raumzeit-Stellen, endlich viele Gegenstände - Raumzeit-System vorausgesetzt - Referenz auf Raumzeit-Stellen kann nicht scheitern - Rede von Existenz ohne Ort sinnlos - Identifikation nur durch gleichzeitigen Verweis auf alle anderen (möglichen) Gegenstände - daher sind Existenzsätze allgemein.
I 478
Sprache/Referenz/Tugendhat: direkte Bezugnahme durch Ostension keine Sprache - I 479 auch beim Demonstrativum "hier" ist der Verweis auf alle anderen schon mitgesetzt.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017