Philosophie Lexikon der Argumente

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Allgemeiner Term: Wort, das nicht Individuen herausgreift, sondern Mengen von Gegenständen, die durch Eigenschaften bestimmt sind - Gegensatz singulärer Term. Siehe auch Universalien, Referenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 102f
Unterscheidung singulärer/allgemeiner Term: ist von Reizbedeutung unabhängig - Name oder allgemeiner Term für Raum-Zeitsegmente: gleiche Reizbedeutung ("Kaninchenheit")
I 212
Unterschied Verb/Substantiv/Adjektiv: weniger wichtig - Unterschied singulärer Term/allgemeiner Term ist sehr wichtig!
I 212
Abstrakte Termini: vorgebliche Namen von Eigenschaften - "Rundheit" : "F" / "rund" : "a" in "Fa" - sollten nicht bedenkenlos, ohne metaphysische Festlegung gebraucht werden - dadurch zu unverbindlich - jeder abstrakte singuläre Term liefert einen abstrakten allgemeinen Term
V 102 allg Term/Quine: Bsp hat einen Freiheitsgrad mehr: können verschiedene Hunde sein -" Fido: nur ein Freiheitsgrad - (s) früher oder später).
V 123
Allgemeiner Term/Quine: Bsp "Tier", "Hund", "Körper" eingebaute Individuation - allg Term : trifft zu - singulärer Term: Bezeichnungsfunktion von Einzeldingen - Problem: werden als Beobachtungssatz gelernt - keine Referenz auf Gegenstände sondern Wiederkehr von Mama ist Wiederkehr eines Umstands -" daher Referenz durch allg Term, wegen Individuation: sing Term individuieren nicht - falsch: "Das ist ein Fido".
V 125
Individuation/allgemeine Termini/Quine: "Quadrat" ist ein individuierendes Wort - ((s) "Fido" nicht: Bsp "Das ist ein Fido".)
V 125
a) Allgemeiner Term: Bsp "Quadrat" in "Das ist ein Quadrat" und Bsp "Dies ist dasselbe Quadrat wie dies".
b) Singulärer Term: Bsp "Das Quadrat ist eine Form" - ((s) Hier ist "Form" der allgemeine Term, die Prädikation muss ja immer einen singulären Term und einen allgemeinen Term verbinden.) - Sprachgebunden: Bsp "Rot ist eine Farbe" (allgemeiner Term). - Gegenstandsgebunden: Bsp "Das Quadrat ist eine Form": genau wie Bsp "Fido ist ein Hund" (singulärer Term).
V 126
Singulärer Term/allgemeiner Term/ Platonismus/Universalien/Sprachlernen/Quine: Bsp "Ein Hund ist ein Tier" - Problem: verschiedene Hunde sind verschiedene Tiere -dagegen sagt "Das Quadrat ist eine Form" etwas über eine einzelne Form, so wie Bsp "Fido ist ein Hund" - ((s) sonst brauchte man zwei Universalien: Hundheit und Tierheit.) - Platonistisch/Quine: "Der Hund ist zahlreich".
VII 70
Allgemeiner Term/Quine: "Rot" und "Fluss" sind ähnlich - aber Stellen mit Farbe nur begrifflich verbunden, nicht wie Stellen des Flusses - keine Frage der Abstraktheit! - kein "Name" irgendeiner abgeteilten Entität (als "Attribut", "Quadratischkeit") - Allgemeiner Term: in Alltagssprache oft wie Name - bei "Quadrat" ähnlich wie singulärer Term, (wegen Zeigen). - Bei "rot" gar kein Unterschied zu singulärem Term! - Allgemeiner Term: 1. beim Zeigen wird keine Identität von Gelegenheit zu Gelegenheit unterstellt (Im Gegensatz zum Fall beim sing Term) - 2. der allgemeine Term ist kein Name irgendeiner abgeteilten Entität.
VII 77
Allgemeiner Term/Quine: unverzichtbar- wahrscheinlich aus Reaktionsähnlichkeit entstanden - zum Verständnis braucht man den Operator "Klasse von" oder "-heit" - das zu versäumen war der Grund, "abstrakte Entitäten" anzunehmen
VII 107 f
Allgemeiner Term: Bsp "ist ein Wal" oder "schwimmt": können als Namen von Klassen angesehen werden - Prädikate: wenn sie also Klassen bezeichnen, so können sie so angesehen werden, dass sie Eigenschaften als ihre Bedeutung haben. (>Church).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.11.2017