Philosophie Lexikon der Argumente

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Verhalten, Philosophie: Beobachtbare Veränderungen im beschreibbaren Zustand von lebenden Organismen, die von diesen Organismen selbst initiiert sind oder die eine Reaktion auf äußere Reize darstellen, bei denen eine gewisse Wahlmöglichkeit der Reaktion besteht. Flankierende Gedanken gehören nicht zum Verhalten, da sonst eine beliebige Ausweitung des Bezugsrahmens eine Bestimmung des Verhaltens unmöglich machen würde. Siehe auch Behaviorismus, Psychologie, Mentalismus, Naturalismus, Beobachtung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Corr I 277
Verhalten/Verhaltensökologie/Gosling: Forscher der Verhaltensökologie und -ethiologie sind in erster Linie daran interessiert, die ökologischen und evolutionären Auswirkungen konsistenter individueller Verhaltensunterschiede kennenzulernen (z.B. Carere und Eens 2005(1); Dall, Houston und McNamara 2004(2); Dingemanse und Reale 2005(3); McElreath und Strimling 2006(4); Brennessel 2006(5)).
Problem: Damit [eine Eigenschaft] in einer Art identifiziert werden kann, ist es notwendig, dass es Variationen gibt, mit verschiedenen Individuen, die unterschiedliche Niveaus [dieser Eigenschaft] ausdrücken. Wenn alle Individuen in einer Art genau die gleichen Niveaus [dieser Eigenschaft] aufweisen, dann würde dieses Merkmal als charakteristisch für die Art angesehen und nicht als Charakterzug betrachtet werden.
Problem: Die Notwendigkeit individueller Variation wirft einige theoretische Fragen im Kontext evolutionärer Prozesse auf, da die Selektion dazu neigt, Unterschiede zu reduzieren oder zu beseitigen.
((s) Für die philosophische Diskussion in Bezug auf die Probleme mit Eigenschaften, Begriffen und Einführung von Begriffen von Eigenschaften: >Einführung/Strawson, >Begriffe/Quine, >Eigenschaften/Putnam, >Individuation, >Spezifikation).


1. Carere, C. and Eens, M. 2005. Unravelling animal personalities: how and why individuals consistently differ, Behaviour 142: 1149–57
2. Dall, S. R. X., Houston, A. I. and McNamara, J. M. 2004. The behavioural ecology of personality: consistent individual differences from an adaptive perspective, Ecology Letters 7: 734–9
3. Dingemanse, N. J. and Reale, D. 2005. Natural selection and animal personality, Behaviour 142: 1159–84
4. McElreath, R. and Strimling, P. 2006. How noisy information and individual asymmetries can make ‘personality’ an adaptation: a simple model, Animal Behaviour 72: 1135–9
5. Nettle, D. 2006. The evolution of personality variation in humans and other animals, American Psychologist 61: 622–31


Samuel D. Gosling and B. Austin Harley, “Animal models of personality and cross-species comparisons”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Verhaltensökologie

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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