Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

 
Attributiv/referentiell: Unterschied in der Bezugnahme. Attributiv gekennzeichnet wird "wer immer es ist" (möglicherweise nicht identifiziert). - Referentiell gekennzeichnet wird der identifizierte Gegenstand. Siehe auch Donnellan.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
IV 101
Attributiv/Tradition/Grammatik: relative Ausdrück wie "groß", "heiß". - Searle: erfordert Hintergrund: alle großen Frauen sind ähnlich in Bezug auf Größe. - Attributiv/Searle: das Gemeinte und die Satzbedeutung sind dasselbe.
IV 161
Referentiell/Donnellan/Searle: S hat über e gesprochen, gleichgültig ob e tatsächlich F ist - man kann dann auch mit anderen Ausdrücken als "der F" berichten. - attributiv: hier gäbe es keine Entität e, dem Sprecher hätte nicht einmal vorgeschwebt, dass es sie gibt - attributiv: die Aussage kann dann nicht wahr sein.
IV 164
Donnellan: Bsp "Der Sieger, wer immer es ist": hier wird im attributiven Sinn eigentlich über gar nichts gesprochen - Referentiell/attributiv: keine Unterscheidung zwischen Überzeugungen.
IV 165ff
Referentiell/attributiv/SearleVsDonnellan: statt dessen: Aspekte: man kann sich den Aspekt aussuchen, unter dem man von einem Gegenstand spricht. - Primärer Aspekt: wenn nichts ihn erfüllt, hatte der Sprecher nichts im Sinn (Halluzination) - sekundärer: jeder beliebige Aspekte, für den gilt, S versucht, mit ihm über den Gegenstand zu sprechen, der seinen primären Aspekt erfüllt, ohne dass er selbst zu den Wahrheitsbedingungen gehörend gemeint ist: Sekt-Beispiel: ("der Mann mit dem Sekt ist böse") die Identifikation funktioniert auch wenn Wasser im Glas ist. - Searle: dann kann die Aussage auch wahr sein. - Die Bedeutung ändert sich nicht, wenn kein anderer Aspekt die Rolle des primären einnehmen könnte.
IV 175
Referentiell/Searle: bringt sekundären Aspekt - attributiv: bringt primären Aspekt.
IV 176
Beide Lesarten können intensional und extensional sein.
IV 175
Das Meinen ist entscheidend - Unterschied Satz/Feststellung: Feststellung ist entscheiden, nicht Satz (was wörtlich gesagt wurde).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

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