Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

 
Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Corr I 360
Terminologie/Corr: Gray und McNaughton (2000)(1): Überarbeitete RST (Reinforcement Sensitivity Theorie):
FFFS/CorrVsGray: Das Kampf-Flucht-Erstarren-System (FFFS; Fight-Flight-Freeze System) ist nun dafür verantwortlich, Reaktionen auf alle aversiven Reize, konditioniert und unkonditioniert, zu vermitteln. Es aktualisiert die FFS um das "Erstarren" mit einzuschließen. Darüber hinaus schlägt die Theorie eine hierarchische Anordnung von neuronalen Modulen vor, die jeweils für ein bestimmtes Abwehrverhalten (z.B. Vermeidung und Einfrieren) verantwortlich sind. Das FFFS vermittelt die Emotion von Furcht, nicht von Angst. ((s) Vgl. die Unterscheidung >Anxiety, >Fear) im Englischen.
BAS: Das Verhaltensannäherung-System (BAS) vermittelt Reaktionen auf alle begehrlichen Reize, konditioniert und unkonditioniert (....). Es koppelt sich an spezielle Verbrauchssysteme (z.B. Essen und Trinken), die für den Endverbrauch unkonditionierter Reize (z.B. Nahrung) verantwortlich sind. Das Verhaltenannäherungs-System ist auch an den Anreizprozessen beteiligt, die die Tiere den zeitlichen und räumlichen Gradienten zum biologischen Endverstärker bringen. Es ist verantwortlich für
Corr I 361
die Erzeugung der Emotion des "vorweggenommenen Vergnügens" und der Hoffnung selbst. Der damit verbundene Persönlichkeitsfaktor besteht aus Optimismus, Belohnungsorientierung und (vor allem bei sehr hohen BAS-aktiven Personen) Impulsivität (....).
BIS: Das Verhaltenhemmings-System (BIS) ist das am stärksten veränderte System in der überarbeiteten Reinforcement Sensitivity Theorie. Es ist nicht, wie in der Fassung von 1982, für die Vermittlung von Reaktionen auf konditionierte aversive Reize und die spezielle Klasse angeborener Angstreize verantwortlich, sondern für die Lösung von Zielkonflikten im Allgemeinen (z.B. zwischen BAS-Ansatz und FFFS-Vermeidung, wie bei der Nahrungssuche, aber sie ist auch an BAS-BAS- und FFFS-FFFS-Konflikten beteiligt; siehe Corr 2008a)(2). In typischen Lernsituationen von Tieren haben sich die BIS-Ergebnisse so entwickelt, dass ein Tier in eine Gefahrensituation eindringen kann (d.h. zu einem vorsichtigen "Risikobewertungsverhalten" führt) oder den Zugang verweigert (d.h. passive Vermeidung). Das BIS ist an den Prozessen beteiligt, die schließlich die Emotion der Angst erzeugen, beinhaltet die Hemmung von vorherrschenden widersprüchlichen Verhaltensweisen, die Einbeziehung von Risikobewertungsprozessen und das Scannen von Erinnerungen und Umgebung, um zur Lösung gleichzeitiger Zielkonflikte beizutragen, die subjektiv als Sorge empfunden werden (....). Vgl. >Terminologie/Gray.



1. Gray, J. A. and McNaughton, N. 2000. The neuropsychology of anxiety: an enquiry into the functions of the septo-hippocampal system. Oxford University Press
2. Corr, P. J. 2008a. Reinforcement sensitivity theory (RST): Introduction, in P. J. Corr (ed). The reinforcement sensitivity theory of personality, pp. 1–43. Cambridge University Press



Philip J. Corr, „ The Reinforcement Sensitivity Theory of Personality“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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> Gegenargumente gegen Corr

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