Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutung: zusammen mit Wahrheit zentraler Begriff der Philosophie. Unterscheidet sich vom Bezugsgegenstand (Referenz). Der Referent muss nicht existieren, damit ein Ausdruck eine Bedeutung hat. Gegenstände sind Wörtern nicht eins zu eins als Bedeutungen zugeordnet. Man unterscheidet Wortbedeutung und Satzbedeutung. Siehe auch Gebrauchstheorie, Referenz, Sinn, Subsententiales, Wahrheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Cresswell II 56
Bedeutungen/Fodor/Cresswell: FodorVsPutnam: These: Bedeutungen sind im Kopf - CresswellVsFodor: Problem: bei einer Zuschreibung muss ich dann dieselbe Repräsentation im Kopf haben. - Es muss derselbe Glaube sein wie der, den er hat. - (s.o.: Bedeutungen sind keine Repräsentationen).
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Fodor IV 57
Bedeutung/Quine: nicht aus Sprecherbedeutung, nicht aus Akzeptanz von Inferenzen des Sprechers. - Die Sprecherbedeutung hängt von der Weltsicht ab, und damit von einer Absicht, was die Wörter bedeuten sollen - dabei kann man nicht unterscheiden, welche Ansichten der Sprecher a priori akzeptiert - also gibt es keine analytischen Sätze - Vs Unterscheidung analytisch/synthetisch: "wahr kraft Bedeutung": dafür gibt es kein epistemisches Kriterium.
IV 117
Bedeutung/Wahrheit/Davidson: ein Sprecher hält einen Satz für wahr wegen der Bedeutung und seines Glaubens - daher können wir nicht von Äußerung auf Bedeutung schließen, wenn wir nicht den Glauben des Sprechers kennen und auch nicht umgekehrt.
IV 121
Glaubenszuschreibung/Bedeutungszuschreibung/Davidson These: Information über die Form der Wörter, die für wahr gehalten werden, sind der entscheidende Beleg für beide Zuschreibungen - Annahme von Aufrichtigkeit allein ist nicht hinreichend um Bedeutung zu erschließen - wir brauchen Informationen entweder über seinen Glauben - oder über die Bedeutungen - (Schlüsselstelle) - Fodor/LeporeVsLewis: dann ist die Primatsthese unplausibel - (Primatsthese: "Die Bedingungen der intentionalen Zuschreibung beinhalten die Bedingungen für Glaubenszuschreibung").

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.06.2017