Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutungstheorie: eine Theorie, die die Bedeutung von Bedeutung erklären will. Ein Problem ist, dass der Begriff der Bedeutung und der der Wahrheit sich gegenseitig vorauszusetzen scheinen. Siehe auch Wahrheitstheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
II 40
Bedeutungstheorie/BT/Davidson: statt "stellt fest" besser: "Theorie T beinhaltet..." - Das Entailment ist dann eine Relation zwischen der Theorie und einer Äußerung des Sprechers, der das Entailment behauptet. - Dann hat Theorie T als logische Konsequenz einen Satz, der synonym ist mit meiner Äußerung von ""Schnee ist weiß" ist wahr, wenn...". - Das bringt den Begriff der Synonymie herein, ist aber nicht zirkulär, denn genau das wollten wir für den Begriff der Übersetzung haben. - Die Übersetzungstheorie haben wir dem Übersetzer schon zugeschrieben.
II 41
Letztlich ist keine strikte Bedeutungstheorie möglich wegen indexikalischer Elemente. - (Das ist kein Problem für die Wahrheitstheorie).
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Glüer II 18
Bedeutung/Bedeutungstheorie: A. Wahrheitskonditionale Semantiken (Davidson) und - B. Verifikationstheorien der Bedeutung. (Dummen, Putnam, Habermas) - Alle Verifikationstheorien nehmen die Überprüfbarkeit der angenommenen Beziehung in Anspruch - a) stärkste Version: einen Satz versteht, wer weiß, dass er wahr ist. - b) schwächer: Verstehen ist an Kenntnis der Verifikationsverfahren gebunden. (Dummett, Wiener Kreis) - oder an Akzeptabilitätsbedingungen: Putnam und Habermas. - Danach versteht einen Satz, wer weiß, wie er verifiziert bzw. wann er als wahr akzeptiert wird.
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Dummett III 137
Bedeutungstheorie/Axiome/Davidson: "Oxford" bezeichnet Oxford: nicht von der Stadt Oxford, dass der Name "Oxford" sie bezeichnet, sondern umgekehrt: von dem Namen "Oxford", dass er die Stadt Oxford bezeichnet. - Das ist mehr als bloße Kenntnis der Referenz.
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Schiffer I 3
Bedeutungstheorie/BT/Davidson: These: sie sollte die Form einer extensionalen, endlich axiomatisierten Wahrheitstheorie für die Sprache L im Tarski-Stil haben. Und zwar irgendwie auf Äußerungen relativiert - Lewis: sie muss Wahrheitsbedingungen berücksichtigen - Schiffer: daraus folgt aber nichts in Bezug auf die Form der Bedeutungstheorie. - Dummett: Bedeutungstheorie und Theorie des Verstehens sind identisch.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

D II
K. Glüer
D. Davidson Zur Einführung Hamburg 1993

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

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