Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutungstheorie: eine Theorie, die die Bedeutung von Bedeutung erklären will. Ein Problem ist, dass der Begriff der Bedeutung und der der Wahrheit sich gegenseitig vorauszusetzen scheinen. Siehe auch Wahrheitstheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Avr I 27
Bedeutungstheorie/BT/Loar: kann nicht als rein extensionale Wahrheitstheorie ausgearbeitet werden: - Problem: 1. die Äquivalenz von "Schnee ist weiß" und "Gras ist grün", 2. Hesperus ist hell gdw. Phosphorus hell ist, 3. Schnee... und 2+2=4.
Lösung/Fodor/Lepore: rechts muss eine Übersetzung von links sein.
Bedeutungstheorie/Avramides: These: die Probleme verschwinden, wenn es um das Gesamtbild geht: wie werden Geräusche zu Sprechakten? - Dann erst kommen die Wahrheitsbedingungen - weil die Bedeutungstheorie zu einer Theorie der Kraft passen muss. - Lewis: Geräusche haben nur relativ zu einer Sprache Wahrheitsbedingungen - Psychologie kommt nur ins Spiel, wenn es um Bevorzugung einer Sprache in einer Population geht.
- - -
EMD II 139f
Bedeutungstheorie/Loar: a) extensional (Quine, Davidson) - b) Loar: intensional: semantische Begriffe sind
innerhalb eines größeren Rahmens von propositionalen Einstellungen lokalisiert. - Davidson: vertritt eine Zwischenposition.
II 141
Bedeutungstheorie/Davidson: Hauptproblem: wie vermeidet man: "Schnee ist weiß" ist wahr, wenn Gras grün ist - wenn man das als extensional richtig akzeptiert (korrekt), dann gibt es nichts mehr als das an der Idee der Bedeutung.
II 142
Bedeutungstheorie/Loar: Liste geht nicht: "x ist Kamel 1, oder Kamel 2..." : kein Verstehen eines Satzes -
falsche Lösung: Einfachheit: "x ist ein Kamel" wird von y nur erfüllt, wenn y ein Kamel ist. - Vs: zu stark und zu vage. - Bsp angenommen, jemandem, der nichts von einer Sprache weiß, hilft die Bedeutungstheorie so nicht: das Tarski-Schema "S ist wahr..." (Äquivalenzschema) gibt nicht die Bedeutung - zusätzlich mindestens: "ein Ausdruck x bedeutet S und...". - Problem: dann Metametasprache.
II 143
Lösung/Loar: wenn Bedeutungen Entitäten wären (Propositionen?) könnten sie Satzbedeutung von allem anderen abgrenzen, was sonst noch an dem Satz wahr ist.
II 149
Bedeutungstheorie/Loar: ist eine Theorie des Geistes, nicht umgekehrt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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