Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutungswandel: In diesem Zusammenhang geht es um die Frage, ob sich die Bedeutung von Begriffen einer Theorie im Licht neuer Erkenntnisse ändert. Siehe auch Inkommensurabilität, Geschichte, Theorien, Theorienwandel.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 670
Begriffswandel/Bedeutungswandel/QuineVsFeyerabend: Lösung: das semantisch Relevante ist nicht die Bedeutung sondern der Bezug (die Referenz). - Das, was wir repräsentieren wollen, und nicht das, was wir darüber sagen - kommuniziert wird der extensionale Gehalt. - Auch vom Zarathustra-Anhänger kann man erfahren, ob die Sonne scheint. - Inferentielle Signifikanzen, die ja von Sprecher zu Sprecher variieren, spielen dann keine Rolle! Stattdessen gibt es Extensionen, die von möglicher Welt zu möglicher Welt variieren
I 671
Gehalt/Begriffswandel/Scheffler/Boyd/Putnam: Gehalt wird jetzt nicht mehr als inferentielle Rolle aufgefasst: Inferenz kann auf zwei Ebenen wieder eingeführt werden: a) einige inferentielle Richtigkeiten lassen sich von Inklusionsrelationen zwischen den Extensionen von Prädikaten ablesen -b) die Einsicht in die Relativität der Extensionen gegenüber verschiedenen Kontextelementen führt zu einem neuen Begriff der Intensionen: - Def Intension: Funktionen von Indizes zu Extensionen! Eine robustere Art von Gehalt, die günstigenfalls vom Zuhörer geteilt wird. (BrandomVs) - (Scheffler/Boyd/PutnamVsFeyerabend: Fortschritt als Rede von immer mehr Gegenständen, die immer mehr Prädikat-Extensionen ins Spiel bringen).
I 671f
inferentielle Gehalte als Funktionen/Begriffswandel: mögliche Lösung: geordnete Paare von Umständen u. Folgen der Verwendung - Vorteil: es wäre nicht nötig, immer zuzugeben, dass sich die Bedeutung der Worte bei jeder neuen Überzeugung ändert - BrandomVs: kann nicht erklären, warum die eine und nicht die andere Intension jetzt assoziiert wird.
I 673
Problem: Funktionen nur durch Argumente konstruierbar, die jenseits von Verhaltensdispositionen liegen
I 673
Begriffswandel/intensionale Theorie/BrandomVs: nicht einfach zu zeigen: Bsp dass die frühen Theoretiker "Elektron" auf eine Weise intensional gebraucht haben, die genug Platz für unser Umdenken ließ - QuineVs: Bezug statt Bedeutung. (s.o.).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.10.2017