Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutungswandel: In diesem Zusammenhang geht es um die Frage, ob sich die Bedeutung von Begriffen einer Theorie im Licht neuer Erkenntnisse ändert. Siehe auch Inkommensurabilität, Geschichte, Theorien, Theorienwandel.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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II 173
Bedeutungswandel/Bedeutung/Field: Bsp "hat dieselbe Temperatur" hat sich gewandelt - weil man jetzt weiß, dass verschieden warme Gegenstände sich gleich warm anfühlen können - Pointe: "bedeutet dass" kann sich nicht wandeln! - Es ist empirisch unrevidierbar. - Lösung: "Temperatur" ist ein erklärender Begriff. - Bedeutungen (auch als intentionale Entitäten als "bloße Schatten") sollten nicht als erklärend aufgefasst werden. - Dann sollte die Zuschreibung beibehalten werden, egal was für Entdeckungen wir machen. - Andererseits: Bedeutungs-Charakterisierung: ist erklärend - und zwar kausal.
II 177
Bedeutungswandel/Field: These: beim Wechsel von Theorien ist die Referenz der wissenschaftlichen Begriffe (theoretische Termini) unbestimmt. - Hier gibt es keine Tatsache, die darüber entscheidet. - Bsp Bei Newton und in der Speziellen Relativitätstheorie hatte "Masse" keine bestimmte Denotation.
II 183
Theoriewechsel/Bedeutungswandel/Begriffswandel/Kuhn/Field: (Kuhn 1961, 101) These: die Referenten der Einsteinschen Begriffe sind nie identisch mit denen der Newtonschen Begriffe, die denselben Namen tragen. Newtons Masse bleibt erhalten, Einsteins Masse ist konvertierbar gegen Energie.
FieldVsKuhn: das scheint völlig unplausibel, Einstein hat nämlich gezeigt, dass es keine "Newtonsche Masse" gibt - Der Newtonsche Begriff bedeutete etwas anderes, das leugne ich nicht - aber das gilt nicht für Referenz oder Denotation. - Die heutigen Begriffe referieren auf eine Teilmenge dessen, worauf die Newtonschen referierten.
FieldVsKuhn: etwas wie "Newtonsche Masse" hat es nie gegeben - daher kann Newton auch selbst nie darauf referiert haben. - Problem: dann sind die Sätze falsch. - Lösung: Bsp "Beschleunigung braucht mehr Kraft, wenn die Masse größer ist." - Das ist nicht völlig denotationslos. - Die Referenz ist einfach unbestimmt - ((s) Heute macht nur eine Teilmenge der damaligen Referenten den Satz wahr.)
II 194
Bedeutungswandel/Begriffswandel/Theoriewechsel/Putnam: These: die Referenz bleibt normalerweise bei wissenschaftlichen Revolutionen erhalten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.11.2017