Philosophie Lexikon der Argumente

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Behauptbarkeit: Möglichkeit, in bestimmten Umständen oder einer geschichtlichen Situation eine Aussage zu machen, wenn die sprachlichen Ausdrucksmittel gegeben sind.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Nagel I 71
Crispin Wright: hält den Standpunkt, die Wahrheit könne weiter reichen als die Behauptbarkeit, für allzu extrem: wie kann ein Satz unerkennbar wahr sein? (VsRealismus).
StrawsonVs das verzeichnet das Bild dessen, was Wittgenstein angeblich behauptet hat: das entspricht einfach nicht unserer evidentesten Erfahrung. Wir verstehen die Bedeutung dessen, was wir sagen und hören gut genug, um zumindest gelegentlichen in dem, was gesagt wurde, Inkonsistenzen und Folgerungen erkennen zu können, die ausschließlich dem Sinn oder der Bedeutung des Gesagten zuzuschreiben sind.
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Wright I 77
Wright: Behauptbarkeit/Strawson: die assertibilitätskonditionale Auffassung bietet "keine Erklärung für das, was ein Sprecher tatsächlich macht, wenn er den Satz äußert".
StrawsonVsSemantische Anti-Realisten: es ist nur sinnvoll, eine Behauptung als berechtigt anzusehen, wenn diese Behauptung die Verpflichtung auf etwas jenseits ihrer Berechtigung liegendes mitträgt. ((s)"Hintergrund", einzelne, isolierte Sätze sind nicht behauptbar aber auch nicht sinnvoll bestreitbar.)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

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