Philosophie Lexikon der Argumente

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Behauptbarkeit: Möglichkeit, in bestimmten Umständen oder einer geschichtlichen Situation eine Aussage zu machen, wenn die sprachlichen Ausdrucksmittel gegeben sind.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Es ist nicht der Fall, daß P ist T dann und nur dann, wenn es nicht der Fall ist, daß P T ist.
das ist für berechtigte Behauptbarkeit nicht von rechts nach links gültig! .Behauptbarkeit ist natürlich schwächer. I 26 ff
Berechtigte Behauptbarkeit/Negation : Unkenntnis: P ist nicht berechtigt behauptbar, aber auch nicht seine Negation!
Wahrheit/Unkenntnis: etwas kann sehr wohl wahr sein, auch wenn nichts darüber bekannt ist!
Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit: Bsp Schnee ist weiß : die Entscheidung über Wahrheit und Behauptbarkeit kann hier divergieren! I 26 Deflationismus: wahr nur Mittel der Bekräftigung, daher keine von Behauptbarkeit verschiedene Norm.
Eine Aussage kann gerechtfertigt werden, ohne wahr zu sein, und umgekehrt. I 51
Field II 120
Behauptbarkeit/Wright/Putnam: ist die einzige substantielle Eigenschaft. - Weil Wahrheit keine Eigenschaft ist. - Field: beide gehen sehr wohl nebeneinander, weil sie divergieren - Wahrheit geht tiefer.
Wright I 35 berechtigte Behauptbarkeit/Assertibilität/Negation: Bsp Es ist nicht der Fall, daß P ist T dann und nur dann, wenn es nicht der Fall ist, daß P T ist - das ist für berechtigte Behauptbarkeit nicht von rechts nach links gültig - bei Unkenntnis ist die Negation auch nicht behauptbar.
I 52~~ Wahrheit: zeitlos - berechtigte Behauptbarkeit: nicht zeitlos.
I 68~ Def Superassertibilität: eine Aussage ist superassertibel, wenn sie berechtigt ist, oder berechtigt werden kann, und wenn ihre Berechtigung sowohl die beliebig genaue Prüfung ihrer Abstammung als auch beliebig umfangreiche Ergänzungen und Verbesserungen der Information überleben würde. - ideale Umstände/Putnam zeitlos - SuperA keine externe Norm, sondern unsere eigene Praxis - metaphysisch neutral.
I 81~ Superassertibilität/Wright: These: Komische und moralische Wahrheiten können als Spielarten der Superassertibilität gelten. - (s) Weil alles, was wir in Zukunft erfahren können, aus unserer eigenen Praxis stammt, sind wir vor grundsätzlichen Überraschungen gefeit.
I 102f~ Superassertibilität/Wright: geeignet für Diskurse, deren Maßstäbe von uns gemacht sind: Moral, Komik.
I 115~~ Superassertibilität/Field/Mackie: die W-Präd für Mathematik oder Moral können nicht im Sinne der SA interpretiert werden. - Daher muß Superassertibles im Diskurs nicht wahr sein. - Daher rührt der Unterschied SA/Wahrheit.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.11.2017