Philosophie Lexikon der Argumente

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Beobachtung: Feststellen von Eigenschaften und Verhalten von Gegenständen durch einen wie immer gearteten Kontakt im Gegensatz zu Rückschlüssen aus vergangenen Prozessen oder angenommenen oder nicht wahrnehmbaren Teilen oder verborgenen Parametern. Siehe auch Verborgene Variable, Beobachtungssprache, Theorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Rorty I 296
Theoriebeladenheit der Beobachtung: daraus folgt Quines Umsturz der beiden Dogmen. (Kuhn, Feierabend). Würden wir erst einmal zugeben, dass Newton nicht deshalb besser war als Aristoteles, weil seine Worte mit der Wirklichkeit korrespondierten, und stützten wir unsere Präferenz einfach auf die vage holistische Begründung, Newton habe uns besser mit der Wirklichkeit zurechtkommen lassen dann hätten wir nichts mehr für die Trennung von Wissenschaft von Religion in der Hand.
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Quine I 89f
Reizbedeutung unabhängig von der Zahl der Sprecher - Beobachtungsnähe: gesellschaftlich: Ähnlichkeit der Reizbedeutung innerhalb der Gemeinschaft. - Beobachtungsnähe: hoch: Farben: - niedrig: Junggeselle.
I 97f
Gaurisankar: Gelegenheitssätze schließen sich aus,nach Entdeckung fallen Reizbedeutungen zusammen.
II 43
Kategorische Beobachtungssätze: unabhängig von Raum und Zeit "Wo Rauch ist,da ist Feuer". - Durch Sprachlernen - dennoch braucht Wissenschaft Raum und Zeit. - Aber diese sind theoretische Begriffe! - Wahrheit von kategorische Sätzen nicht durch Beobachtung! - Aber Falsifikation. (> Popper)
V 61f
Beobachtung/Theorie/Quine: hier gibt es zwei Beziehungen: eine erkenntnistheoretische der Bestätigung und eine semantische, durch die die Sätze ihre Bedeutung erhalten - diese beiden Relationen sind koextensiv, anders gesagt: die erkenntnistheoretische und die semantische Beziehung zwischen Beobachtungen und Sätzen sind koextensiv. - ((s) Das ist keine Identität.)
V 64
Beobachtung/Quine: nicht definieren! - statt dessen: Beobachtungssätze. - Beobachtung: Geruchs-, Geschmacks-, Tast-, Hörempfindung. - Verhaltenskriterium: Zustimmung, Übereinstimmung, die nicht auf Sinnesdaten zurückgreift. - ((s) sondern auf Sprache? - Beobachtungs-Satz: spricht meist nicht über Empfindungen sondern äußere Dinge, keine Schlussfolgerungen. - letztlich Alltagssprache, nicht Spezialistentum.
V 67
Jeder lernt seine Beobachtungssätze auf seine Weise.
V 68
Beobachtungssätze müssen aber durch unmittelbare Konditionierung gelernt werden können. - Lernen durch Bestimmung der Ähnlichkeitsgrundlage.
V 94
Beobachtungssatz: hat nur in Verbindung mit einer Situation einen Wahrheitswert.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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