Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Corr I 412
Angst/Gedächtnis/Kognitionspsychologie/Matthews: Russo et al.(2006)(1) sagten voraus, dass Angst die Gedächtnisverzerrung bei einem freien Erinnerungstest beeinflussen würde, nach dem zufälligen Lernen mit einer "flachen" Kodierung; d.h. einer Aufmerksamkeitsaufgabe (die Stroop-Aufgabe), bei der die Probanden die Bedeutung von Wörtern ignorieren sollten.
Die Vorhersage wurde bestätigt. Ängstliche Probanden erinnerten sich an mehr bedrohungsbezogene Worte als die Personen, die wenig Angst hatten. Es gab keinen Effekt der Angst auf die Erinnerung an neutrale Worte. Wie Russo et al. (2006)(1) vorschlagen, kann eine erhöhte Aufmerksamkeit für bedrohliches Material in einigen Fällen zu einer späteren Gedächtnisverzerrung führen.
Corr I 420
Angst/Kognitiv-adaptive Theorie/Matthews: Die kognitiv-adaptive Theorie der Charakterzüge (Matthews 1999(2), 2000(3), 2008a(4); Matthews und Zeidner 2004(5)) schlägt vor, dass Merkmale funktionelle und nicht strukturelle Kohärenz aufweisen.
Angst/Neurotizismus/Matthews: repräsentiert die (teilweise unbewusste) Wahl der Strategie des Einzelnen im Umgang mit sozialen Bedrohungen. Der ängstliche Mensch passt sich der Bedrohung an, indem er Bedrohungen antizipiert und vermeidet, während der emotional stabile Mensch eine Vorliebe für eine direktere, aufgabenorientierte Bewältigung hat. Die verschiedenen Verarbeitungsattribute der Angst unterstützen die allgemeine Anpassung.
Die Empfindlichkeit neuronaler Systeme zur Bedrohungserkennung, Verzerrungen bei der symbolischen Berechnung von Bedrohungen und die Annahme, dass man anfällig für Gefahren ist, tragen alle zur adaptiven Haltung bei, Bedrohungen zu erkennen und zu verhindern, bevor sie unmittelbar bevorstehen. >Selbstregulation/Matthews.


1. Russo, R., Whittuck, D., Roberson, D., Dutton, K., Georgiou, G. and Fox, E. 2006. Mood-congruent free recall bias in anxious individuals is not a consequence of response bias, Memory 14: 393–9
2. Matthews, G. 1999. Personality and skill: a cognitive-adaptive framework, in P. L. Ackerman, P. C. Kyllonen and R. D. Roberts (eds.), The future of learning and individual differences research: processes, traits, and content, pp. 251–70. Washington, DC: APA
3. Matthews, G. 2000. A cognitive science critique of biological theories of personality traits, History and Philosophy of Psychology 2: 1–17
4. Matthews, G. 2008a. Personality and information processing: a cognitive-adaptive theory, in G. J. Boyle, G. Matthews and D. H. Saklofske (eds.), Handbook of personality theory and testing, vol. I, Personality theories and models, pp. 56–79. Thousand Oaks, CA: Sage
5. Matthews, G. and Zeidner, M. 2004. Traits, states and the trilogy of mind: an adaptive perspective on intellectual functioning, in D. Dai and R. J. Sternberg (eds.), Motivation, emotion, and cognition: integrative perspectives on intellectual functioning and development, pp. 143–74. Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum


Gerald Matthews, „ Personality and performance: cognitive processes and models“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Matthews, Gerald

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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