Philosophie Lexikon der Argumente

 
Bezug, Referenz: in der Philosophie Relation eines sprachlichen Ausdrucks oder einer Handlung zu einem realen Gegenstand. Referenz setzt die Existenz dieses Gegenstands voraus. Ein Ausdruck, dem kein Gegenstand entspricht, hat keine Referenz, kann aber eine Bedeutung haben. Siehe auch Einhorn-Beispiel, Pegasus-Beispiel, Sinn, Bedeutung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 105f
Bezugnahme/Referenz/Brandl: durch Zeichen oder durch den Sprecher? Durch den Sprecher. - Strawson: dito also: der Gebrauch des Zeichens referiert, nicht das Zeichen. - Problem: Intentionalität müsste Zeichen erklären - BrandlVsChisholm: These: es ist zwecklos zu entscheiden, ob das Sprachliche oder das Psychische (Intentionalität) den Primat haben soll. - Gerichtetheit unverständlich, wenn Bezeichnung der Worte noch nicht eingeführt - Trennung der Bereiche würde entweder zum totalen Behaviorismus oder Psychologismus führen.
II 107
"Einheit" würde auch nichts erklären! - Auch hier gibt es die Frage nach dem Primat: entweder "Denken an" oder Sprechen über den Gegenstand - Lösung: verschiedene Arten von singulären Termini für verschiedene Arten der Referenz unterscheiden. - Aber nur eine Art Intentionalität.
II 108
Bereich/Russell: nichtsinguläre Propositionen sind immer auf einen Bereich von Gegenständen bezogen, nicht eindeutig. - Singuläre Propositionen: enthalten den Gegenstand als "echten Bestandteil" (durch Bekanntschaft) - QuineVsRussell: Verwechslung von Erwähnung/Gebrauch.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

> Gegenargumente gegen Chisholm

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.09.2017