Philosophie Lexikon der Argumente

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De dicto: Aussagen, die die Beschaffenheit von sprachlichen Ausdrücken und ihre Konsequenzen zum Gegenstand haben, sind de dicto. Begriffe haben z.B. notwendig bestimmte Merkmale, die Eigenschaften von Gegenständen (res) werden dagegen von vielen Autoren als kontingent angesehen. Siehe auch de re, Modalität, Notwendigkeit de re.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Wolf II 209
KripkeVsDonnellan: seine Theorie ist richtig, widerlegt aber nicht Russells (bessere, weil einheitlichere) Theorie - Die Unterscheidung referentiell/attributiv hat nichts mit der Unterscheidung de re/de dicto zu tun. (Donnellan dito).
Wolf II 216
Donnellan/Kripke: de dicto: kann weder ref noch attributiv sein: Zitat nicht über Gegenstand! (schon Frege). - Referentiell: kann nicht de re sein - Bsp "Die Zahl der Planeten ist ungerade": ist attributiv, d.h. genau über diesen Gegenstand, nicht über "was auch immer".
"notwendig ungerade": genauso attributiv. - Bsp "Der Mörder, egal wer, hat den Mord begangen": genauso attributiv, aber de re.
Indirekte Rede: weder referentiell noch attributiv.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

> Gegenargumente gegen Kripke



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.07.2017