Philosophie Lexikon der Argumente

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Definition: Festlegung des Gebrauchs von sprachlichen Zeichen (Wörtern, Symbolen, Verknüpfungen) für nichtsprachliche oder auch sprachliche Gegenstände. Neue Definitionen sollen nichtkreativ sein, d.h. sie sollen sich aus dem Gebrauch der bereits verwendeten Zeichen herleiten. Siehe auch Definierbarkeit, Konservativität, Systeme, Theorien, Modelle, Bezugssysteme, Kontextdefinition, explizite Definition, implizite Definition.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Rorty I 302
Definition: Quines Angriff auf das erste Dogma hatte die Definition zweifelhaft gemacht.
Operationale Definition: zusammen mit Sellars Lehre, darüber dass die "sinnliche Gegebenheit" eine Funktion von Sozialisation sei, würde die Definition mit Quines holistischen Angriffen doppelt zweifelhaft werden.
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Quine I 327
Definitionen: sind Anweisungen zur Transformation, stellen singuläre Termini wieder her! Sind flexibel, ohne Wahrheitswertlücken! >Singuläre Termini/Quine; >Wahrheitswert-Lücke/Quine.
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II 109
Lösung/Carnap: Quasianalyse: vollständige Reduktion durch Definition. - QuineVsQuasianalyse/QuineVsCarnap: die Zuordnung von Sinnesqualitäten zu Raumzeit-Punkten muss revidierbar gehalten werden, ist daher nicht zurückführbar auf Definitionen.
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VII (b) 24
Definition/Quine: eine Definition kann entgegengesetzten Zwecken dienen: zur Abkürzung oder sparsamerem Vokabular, dann haben wir längere Ketten. Teil und Ganzes sind durch Übersetzungsregeln gebunden. Die Definition ist weder für die Synonymie noch für die Analytizität der Schlüssel. >Synonymie/Quine; >Analytizität/Quine.
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ad X 70
Definition/Objektsprache/OS/Metasprache/MS/Quine/(s): der Ausdruck, der definiert wird, kann nicht in der Objektsprache stehen, auch wenn der Rest der Definition (nicht immer) in der Objektsprache steht.
X 84
Definition/VsQuine: eine Definition aus geeigneter Beweismethode ist uninteressant, weil die "Eigenschaft, durch eine bestimmte Methode beweisbar zu sein", uninteressant ist. Eine Definition ist erst im Zusammenhang mit einem Vollständigkeitssatz interessant. QuineVsVs: logische Wahrheit ist dort gar nicht erwähnt. >Beweisbarkeit/Quine; >Vollständigkeit/Quine.
X 101
Kontextdefinition: führt bloße facon de parler ein. Das schafft jederzeitige Eliminierbarkeit ohne ontologische Verpflichtung. >Ontologische Verpflichtung/Quine.
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XIII 43
Definition/Quine: Lexikoneinträge sind ein fernes Echo von dem, was Philosophen und Mathematiker Definition nennen. >Lexikon/Quine.
Lexikon/Wörterbuch/Quine: das Lexikon bzw. das Wörterbuch sollen unsere Unterhaltungen erleichtern.
Def Definition/Quine: einen Ausdruck zu definieren, heißt zu erklären, wie man ohne ihn auskommt.
XIII 44
Definieren ist Eliminieren.
Definition/Quine:
a) einen Ausdruck. >Ausdrücke/Quine.
b) ein Objekt.
Die eine Weise reduziert sich auf die andere, weil Bsp Menschen definieren, indem wir „Mensch“ definieren und Bsp Zahlen definieren wir, indem wir Ziffern bzw. das Wort „Zahl“ definieren.
Ausdruck/Definition: Definition von Ausdrücken ist der weitere Begriff, weil auch Ausdrücke wie Bsp „oder“ darunter fallen.
Gegenstandsdefinition/Objekt: davon spricht man, wenn man sich eher über die Natur eines Gegenstands Gedanken macht.
Elimination/Quine: die Auffassung von Definition als Elimination ist vor allem hilfreich, wenn Definitionen nicht kompatibel sind, wie bei Bsp den natürlichen Zahlen. Das gilt auch für die vielen möglichen Definitionen des geordneten Paars. Alles was erfordert wird, ist dass x und y eindeutig aus erhalten werden können.
Definition/Quine: eine Definition hat verschiedene Zwecke: manchmal, den Gebrauch der etablierten Sprache zu erhellen
XIII 45
manchmal einen Idiolekt, manchmal eine philosophische Erwägungen betreffend.
Definition: wenn Definitionen die Übersetzung aus einer Struktur in eine andere erfordern, kann uns das ermöglichen, die Vorteile jeder der beiden zu genießen, indem wir hin und her wechseln. (Siehe singuläre Termini).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

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