Philosophie Lexikon der Argumente

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Determinismus, Philosophie: die These, dass Ereignisse oder auch Geistzustände aufgrund strikter Gesetze eintreten und daher im Voraus festgelegt sind. Zur Voraussage muss man dann nur noch die Rahmenbedingungen kennen. Dass wir nicht wissen, ob der Determinismus wahr ist, wird zuweilen auf die unvollständige Kenntnis der Rahmenbedingungen zurückgeführt. Siehe auch Indeterminismus, strikte Gesetze, Vorhersage, Wahrscheinlichkeit, Probabilismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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McGinn I 135
McGinn: Domestizierungstheorie: Der Entscheidungszusammenhang gelte bei Domestizierungsversuchen nur als Sonderfall eines natürlichen Zusammenhangs anderer Art, während die betreffende Modalität nicht grundverschieden sei von sonstigen Modalitäten. Angleichung an ein unabhängiges Modell des Geschehensablaufs.
Solche reduktionistischen Versuche können
a) deterministisch (Davidson) oder
b) indeterministisch sein.
McGinn I 135
Davidson/D-Theorie/(laut McGinn): vorgängige Weltzustände sind eine kausal hinreichende Bedingung für eine spezifische Entscheidung. Die Freiheit ist dann eine bestimmte Art von Kausalreihe, nämlich jene, in der eine entsprechende Menge geistiger Vorstufen vorkommt.
McGinn I 135
Die Freiheit besteht darin, daß Wünsche und Überzeugungen kausale Wirkungen zeitigen.
McGinnVsDavidson: Davidson verleiht der Vorstellung von der Handlungsfreiheit gar keinen Sinn, denn es sieht dann so aus, als wäre sie von der gleichen Art wie jede sonstige Kausalität.
Die entsprechende Kausalität ist dann keine "Ereigniskausalität" sondern eine "Handlungskausalität" (Davidson).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen Davidson
> Gegenargumente zu Determinismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.08.2017