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Experiment: künstliches Herbeiführen eines Ereignisses oder künstliches Erzeugen eines Zustands zur Überprüfung einer Hypothese. Die Durchführung von Experimenten kann zur Neuformulierung der Ausgangshypothesen und zur Neuformulierung von Theorien führen. Siehe auch Theorien, Messungen, Wissenschaft, Hypothesen, Bayesianismus, Bestätigung, Ereignisse, Paradigmen, Paragimenwechsel, Rahmenbedingungen, Bezugssysteme.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
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Experiment/"Little Albert"/Watson/Rayner: Das Little-Albert-Experiment (Waton & Rayner 1920(1))war die erste Demonstration (...) beim Menschen: Ein unkonditionierter Stimulus (lautes Geräusch), der eine unkonditionierte Reaktion (Angst) erzeugte, wurde mit einem konditionierten Stimulus (weiße Ratte) gepaart, um eine konditionierte Reaktion (Angst) zu erzeugen. Auf diese Weise wurde eine konditionierte emotionale Reaktion erzeugt. >Konditionierung/Watson.
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Watson und Rayner stellten vier Fragen:
(1) Könnten sie die Angst vor einem Tier konditionieren, indem sie es präsentieren und gleichzeitig auf einen Stahlstab schlagen?
(2) Wenn eine solche konditionierte Reaktion festgestellt werden könnte, würde sich die emotionale Reaktion auf andere Tiere oder andere Objekte übertragen?
(3) Wie würde sich die Zeit auf solche bedingten emotionalen Reaktionen auswirken?
(4) Welche Methoden könnten verwendet werden, um die Angstreaktion zu beseitigen?
Als Albert 11 Monate alt war, kombinierte das Experiment die Präsentation einer Ratte, vor der Albert keine Angst hatte, mit dem lauten Klang einer Stahlstange. Nach einigen Wiederholungen begann Albert zu weinen, als ihm nur die Ratte ohne Geräusch gezeigt wurde.
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Das Experiment wurde fortgesetzt und Watson und Rayner zeigten, dass die Angst vor der Ratte auf andere Tiere übertragen werden konnte und dass es wochenlang dauerte. Das Experiment konnte die vierte Frage nicht beantworten, da Albert und seine Mutter das Krankenhaus verließen.
Watson und Rayner schlugen vor, die konditionierte Reaktion zu reduzieren, indem "konstruktive" Aktivitäten mit dem gefürchteten Objekt vereinbart wurden, indem Nachahmungen verwendet wurden und das Kind dabei unterstützt wurde, konstruktiv mit dem Objekt umzugehen.
Watson und Rayner antizipierten Strategien, die sich später bei der Behandlung von Kinderphobien als wirksam erwiesen haben, obwohl sie es nicht selbst versuchten: verlängerte In-vivo-Exposition, systematische Desensibilisierung und Teilnehmer-Modellierung (Ollendick & King, 2011)(2).
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Die Demonstration führte zu einem Paradigmenwechsel, wie Ängste und Phobien erworben wurden und möglicherweise behandelt werden konnten.
Problem: Harris (1979)(3) dokumentierte, dass die meisten Lehrbuchversionen von Alberts Konditionierung (...) unter verschiedenen Ungenauigkeiten leiden.
VsWatson: Das Experiment wurde von vielen Wissenschaftlern aus einer Reihe von konzeptionellen, methodischen und ethischen Gründen heftig kritisiert. >Konditionierung/Psychologische Theorien.
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Stimuli/Konditionierung/VsWatson: Es wurde wiederholt gezeigt, dass Ängste vor Spinnen, Schlangen, Hunden, Höhen, Donner und Wasser viel häufiger sind als Ängste vor Schuhen, Blumen, Kaninchen und sogar potenziell gefährlichen Gegenständen wie Waffen, Messern und Steckdosen. Seligman (1971)(4) schlug vor, dass einige Objekte oder Situationen evolutionärer "vorbereitet" sind, um mit der Angstreaktion in Verbindung gebracht zu werden, während andere Autoren wie Davey (1997)(5) und Öhman und Mineka (2001)(6) von sogenannten angstrelevanten Reizen und angstirrelevanten Reizen sprechen. Wie auch immer bezeichnet, diese jüngsten Ergebnisse stellen den Begriff der Äquipotenzialität in Frage. (>Konditionierung/Psychologische Theorien.)


1. Watson, J. B., & Rayner, R. (1920). Conditioned emotional responses. Journal of Experimental Psychology, 3, 1–14.
2. Ollendick, T. H., & King, N. J. (2011). Evidence-based treatments for children and adolescents: Issues and commentary. In P. C. Kendall (Ed.), Child and adolescent therapy: Cognitive and behavioral procedures (4th edn, pp. 499–519). New York: Guilford Publications.
3. Harris, B. (1979). Whatever happened to Little Albert? American Psychologist, 34, 151–160.
4. Seligman, M. E. P. (1971). Phobias and preparedness. Behavior Therapy, 3, 307–320.
5. Davey, G. C. L. (1997). A conditioning model of phobias. In G. C. L. Davey (Ed.), Phobias: A handbook of theory, research, and treatment (pp. 301–322). Chichester: Wiley.
6. Öhman, A., & Mineka, S. (2001). Fears, phobias, and preparedness: Toward an evolved module of fear and fear learning. Psychological Review, 108, 383–522.


Thomas H. Ollendick, Thomas M. Sherman, Peter Muris, and Neville J. King, “Conditioned Emotional Reactions. Beyond Watson and Rayner’s Little Albert”, in: Alan M. Slater and Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Watson, John B.

Slater I
Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012

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