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Spiegelneuronen: Spiegelneuronen sind eine Art von Gehirnzellen, die sowohl reagieren, wenn eine Person eine Handlung ausführt, als auch, wenn sie die gleiche Handlung von einer anderen Person beobachtet. Sie spielen vermutlich eine Rolle beim Verstehen der Handlungen, Absichten und Emotionen anderer. Siehe auch Verstehen, Handlungen, Verhalten, Intersubjektivität, Fremdpsychisches, Theory of Mind, Soziales Lernen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Psychologische Theorien über Spiegelneuronen - Lexikon der Argumente

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Spiegelneuronen/MN/Psychologische Theorien/Slater: Die ersten Berichte über so genannte "Spiegelneuronen" ("mirror neurons" - MN) (Dipellegrino et al. 1992(1); Rizolatti et al. 1996(2)). MNs sind Neuronen im Primatenhirn, die
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aktiviert werden oder feuern, wenn sie eine Aktion durchführen. Derselbe Satz von Neuronen feuert auch, wenn gesehen wird, wie jemand anderes eine Aktion ausführt, obwohl die Aktion nicht selbst ausgeführt wird.
Es wurde vermutet, dass Spiegelneuronen der Schlüssel zum Menschsein sind und dass das Fehlen des MN-Systems ein Grund für die Unfähigkeit hochgradig autistischer Individuen sein kann, angemessene soziale Interaktionen mit anderen durchzuführen. Siehe Mukamel et al. (2010)(3).
>Autismus
, >Verhalten, >Beobachtung, >Theory of Mind, >Fremdpsychisches, >Intersubjektivität, >Soziales Verhalten, >Verstehen, >Interaktion.
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Imitation/Erklärung/Spiegelneuronen/Slater: Spiegelneuronen können nur ein Teil der Erklärung [der Imitation] sein. (....) Säuglinge sind in der Lage, neue Gesten nachzuahmen. Die Imitation wird mit fortschreitender Entwicklung immer flexibler.
>Imitation.

1. Dipellegrino, G. Fadiga, L. Galleses, V., & Forgassi, L. (1992). Understanding motor events – a neuropsychological study. Experimental Brain Research, 91, 176-180
2. Rizzolatti, G., Fadiga, L. Gallese, V., & Fogassi, L. (1996). Premotor cortex and the recognition of motor actions. Cognitive Brain Research, 3, 131-141
3. Mukamel, R. Ekstrom, A.D., Kaplan, J. Iacoboni, M., & Fried, I. (2010). Single-neuron responses in humans during execution and observation of action. Current Biology, 20, 1-7.


Alan M. Slater, “Imitation in Infancy. Revisiting Meltzoff and Moore’s (1977) Study”, in: Alan M. Slater and Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Psychologische Theorien

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Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012

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