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Slater I 120
Intelligenztests/Jensen: Mitte der 1960er Jahre führte Jensens Labor Experimente mit "paired associate learning" und seriellem Lernen bei Kindern verschiedener Rassen und SES-Hintergründe durch. Bei diesen Aufgaben werden den Teilnehmern zufällig gruppierte Reize, oft Wörter, präsentiert und später gebeten, sich sowohl an die Reize als auch an die Art und Weise, wie sie gruppiert wurden, zu erinnern. Jensen verglich die Leistung bei diesen Aufgaben bei Kindern mit unterschiedlichem IQ. Er war sich bewusst, dass die meisten Intelligenztests Elemente beinhalten, die darauf abzielen, zu beurteilen, wie viel der Einzelne in dem vorherrschenden kulturellen Umfeld gelernt hatte, wodurch möglicherweise Minderheiten und Kinder mit niedrigem SES-Wert (sozioökonomischer Status) erheblich benachteiligt wurden (Jensen, 1966(1), 1967(2), 1968a(3), 1969(4)).
Lösung/Jensen: Grundlegende, neuartige Laborlernaufgaben könnten direktere und "kulturfreie" Intelligenzindizes sein. Jensen und seine Mitarbeiter stellten fest, dass afroamerikanische, mexikanisch-amerikanische und niedrige-SES europäisch-amerikanische Kinder mit niedrigem IQ im Bereich von 70-90 bei diesen Lernaufgaben tendenziell viel besser abschneiden als Kinder mit ähnlichem IQ und mittelerem bis hohem SES eines europäisch-amerikanischen Hintergrunds. Tatsächlich sind die Minderheits- und IQ-armen Kinder bei diesen Aufgaben sehr ähnlich vorgegangen im Vergleich zu Kindern aus mittleren und gehobenen Schichten europäisch-amerikanischen Hintergrunds mit normalen und sogar überdurchschnittlichen IQs (Jensen, 1968b(5)).
"Kulturfreier" IQ-Test: Ravens Progressive Matrizen: Raven ist ein bekannter nonverbaler Argumentationstest, der damals allgemein als "kulturfrei" angesehen wurde und wird, weil er nonverbal ist und keine Leistungsabhängigkeit von der Kenntnis bestimmter Informationen besteht.
Problem: Genau dieser Test war es, der den größten Unterschied in den Korrelationen ergab.
Jensen: Dies deutete darauf hin, dass die Quelle des Performance-Kontrasts nicht die kulturelle Verzerrung in den Tests war, sondern ein gewisser Unterschied zwischen den Kindern in den beiden Gruppentypen. >Erblichkeit/Jensen, >Intelligenz/Jensen, >Rassismus/Jensen, >Wissenschaft/Jensen, >Genetische Variation/Jensen.
Slater I 122
JohnsonVsJensen: Jensen hat weder die Beweise vorgelegt, die seinem Fall widersprechen, noch hat er alternative Interpretationen der von ihm vorgelegten Beweise dargeboten.
Slater I 128
Die vielleicht größte Ironie zu Jensens (1969)(1) Artikel ist, dass er genau das sehr kreativ gemacht hat, als er dazu gebracht wurde, zu argumentieren, dass sozial benachteiligte Kinder von Natur aus weniger erziehbar seien.



1. Jensen, A. R. (1966). Verbal mediation and educational potential. Psychology in the Schools, 3, 99–109.
2. Jensen, A. R. (1967). The culturally disadvantaged: Psychological and educational aspects. Educational Research, 10, 4–20.
3. Jensen, A. R. (1968a). Social class, race, and genetic – Implications for education. American Educational Research Journal, 5, 1–42.
4. Jensen, A. R. (1969). How much can we boost IQ and scholastic achievement? Harvard Educational Review, 3, 1–123.
5. Jensen, A. R. (1968b). Patterns of mental ability and socioeconomic status. Proceedings of the National Academy of the United States of America, 60, 1330–1337.


Wendy Johnson: „How Much Can We Boost IQ? Updated Look at Jensen’s (1969) Question and Answer“, in: Alan M. Slater & Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Jensen, Arthur R.

Slater I
Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012

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> Gegenargumente gegen Jensen

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