Philosophie Lexikon der Argumente

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Ereignis: Änderung eines Zustands. Das Ereignis selbst hat keine Dauer, da sonst der Anfang und das Ende des Ereignisses ihre eigene Dauer haben müssten bzw. Anfang und Ende eines Ereignisses ihrerseits selbständige Ereignisse wären. Siehe auch Anfang, Regress, Prozess, Flux, Veränderung, Wechsel, Zustand.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 129
Ereignis/occurrents/Simons: Ereignisse, Prozesse, Vorkommnisse - wie continuants in der Zeit, aber mit zeitlichen Teilen - keine Identitätsbedingungen angebbar! - continuants nicht eliminierbar - Brutus-Ereignisse nicht ohne Referenz auf Brutus individuierbar.
I 131
Ereignis/Teil/Mereologie/Simons: räumlich und zeitlich ausgedehnte Ereignisse können Teile haben, die weder rein zeitlich noch rein räumlich sind - Bsp der Teil des Fußballspiels der einem einzelnen Spieler zuzuschreiben ist.
Spanne/Span/spn(e): raumzeitliche Lokalisierung. - Insein: innerhalb größerer Region - abdecken: genau den Teil.
Ausbreitung/spread/spr[e]: genauer Raum.
spell/sp[e]: genaue Zeit - atomar: wenn pan und spread = 0 - Verbunden: sind zwei Ereignisse, wenn ihre Spanne (bestehend aus span und spell) topologisch verbunden sind -" Def zeitlicher Teil: enthält alle gleichzeitig vorkommenden Teile des Ereignisses. (analog räumlicher Teil).
Def Phase: zeitlich verbundener Teil.
Def Scheibe: Phase mit Dauer 0.
Def Segment: räumlich verbundener räumlicher Teil - Sektion/section: Segment mit Ausdehnung 0.
I 134
Summe/Ereignis/Mereologie/Simons: bei Summen von Ereignissen ist es anders als bei Summen von Objekten: wenn Ereignisse kausal getrennt sind, können sie keine Summe bilden - dennoch können sie Teile eines umfassenderen Ganzen sein - (sie können eine obere Schranke haben) - Ereignisse erfüllen nicht die volle Mereologie, aber die schwächeren Axiome.
I 182
Produkt/Ereignisse/Simons: Problem: die Produkte könnten unterbrochen existieren - Bsp Bsp zwei Objekte könnten zwischen Überlappen und Getrenntheit alternieren, z.B. Lichtpunkte auf einem Schirm. - Bsp zwei Gremien teilen zu einer Zeit bestimmte Mitglieder, zu anderen nicht - Problem: im letzteren Fall kann dasselbe Produkt sich erneut ergeben, aber mit anderen Elementen! (s.u. unterbrochene Existenz) - I 183 Veränderung von Produkten verlangt topologische Begriffe.
I 182
Koinzidenz/Ereignisse: das Fehlen der Extensionalität erlaubt nur einen Beweis von Koinzidenz statt von Einzigkeit.
I 281
Ereignis/Reduktion/Reduktionismus/Forbes/Simons: Ereignisse sind offen für eine Reduktion in einer Weise, wie es continuants nicht sind, daher ist es fraglich, ob es irreduzible Wahrheiten de re über Ereignisse gibt - ((s) die eben nicht auf etwas anderes zurückgeführt werden könnten). Essentialismus: da aber Ereignisse auch echte Objekte sind, sollte es auch wesentliche Wahrheit über sie geben - Problem: sie werden durch Kennzeichnungen spezifiziert- Simons These pro Essentialismus für Ereignisse: Bsp Die Ermordung von Franz Ferdinand durch Gavrilo Princip enthält beide wesentlich - Bsp Bombe statt Schusswaffe: anderer Mord - aber nicht bei vertauschten Kugeln.
I 282
Es ist wesentlich für ein Ereignis dass es Teil genau jener Ereignisse ist, von denen es aktual Teil ist - anders: Vierdimensionalismus: gehorcht nicht dem Essentialismus:
I 305
Ereignis/continuants/Simons: "Ereignis": hier ist eine Formel wie "a < b" vollständig. - continuants: hier brauchen wir zusätzlich einen zeitlichen Index: (Mit Quantifikation) "(Et)[a < t b]".

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

> Gegenargumente gegen Simons



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.06.2017