Philosophie Lexikon der Argumente

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Ereignis: Änderung eines Zustands. Das Ereignis selbst hat keine Dauer, da sonst der Anfang und das Ende des Ereignisses ihre eigene Dauer haben müssten bzw. Anfang und Ende eines Ereignisses ihrerseits selbständige Ereignisse wären. Siehe auch Anfang, Regress, Prozess, Flux, Veränderung, Wechsel, Zustand.
 
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I 455
Ereignis/Tugendhat: Frage: wir werden Zeitstellen identifiziert? Durch Ereignisse. Aber was sind sie?
Fehler: Ereignisse als Zustände anzusehen:
Bsp das Erklingen eines Tons, ein Streit, usw. Dann müsste konsequenterweise das Rotsein eines Blattes als Ereignis bezeichnet werden.
I 456
Dann könnte jeder Satz durch Substantivierung des Prädikats in ein Ereignis umgeformt werden.
Das würde zu der Frage führen, wie sich raumzeitliche (extensionale) Gegenstände von Attributen (intensionalen) Gegenständen unterscheiden.
I 547
Veränderung: Übergang von einem Zustand zum anderen - Veränderung = Zeit-Sortal: Bsp Erddrehung, Flug, Verstummen - Teilbarkeit: Prädikate enthalten nicht die Prinzipien der Teilbarkeit und Begrenzung - Aber Veränderung enthält als zeitliche Ganzheit Prinzipien für Unterscheidung zeitlicher Teile - Veränderungen sind zählbar, zeitliche Gegenstände.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.05.2017