Philosophie Lexikon der Argumente

 
Erfüllung, Logik: eine Formel heißt erfüllt, wenn ihre Variablen so belegt (interpretiert) werden, dass die Formel als ganzes eine wahre Aussage ergibt. Dann sagt man, die Formel hat ein Modell. Siehe auch Erfüllbarkeit, Modelle, Modelltheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 35
Kennzeichnung wird erfüllt: d.h. ein Gegenstand als einziger erfüllt die Kennzeichnung (> Sekt-Bsp "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse." - Der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas).
I 123
Es ist im allgemeinen nicht der Fall, dass die Referenz eines Namens durch bestimmte Identifizierung der Merkmale, durch bestimmte Eigenschaften, die der Referent als Einziger erfüllt und von denen der Sprecher weiß oder meint, dass sie zutreffen, bestimmt wird.
EMD II 374
Erfüllungsbedingungen: muss man verstehen, um offene Sätze zu verstehen. - Daher sind Intensionen bei offenen Sätzen (mit referentiellen Variablen) unverständlich.
EMD II 380
Def Erfüllung/Kripke: "(Exi) rabbit (xi)" gdw. es gibt ein s" das von s an höchstens der i-ten Stelle abweicht das erfüllt "rabbit (xi)" - (rein formal) > offener Satz > Intension.
EMD II 393
Wahrheit/Erfüllung/Definierbarkeit: Wahrheit kann in einer Metasprache definierbar sein (für eine gegebene referentielle Objektsprache), aber Erfüllung nicht, weil die entsprechende Ontologie nicht in der Metasprache erreichbar ist.
Bsp Die Menge der wahren Sätze wird in verschiedenen Metasprachen definierbar sein, deren Ontologie die der ganzen Zahlen ist, (z.B. In der Metasprache die Wahrheit für die Objektsprache als einfaches Prädikat nehmen. - Erfüllung: wird nicht definierbar sein, außer wenn die Ontologie der Objektsprache gerade die der ganzen Zahlen ist
EMD II 403
Erfüllung: ist eine Relation zwischen Ausdrücken und anderen Gegenständen: > Denotation.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

> Gegenargumente gegen Kripke

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017