Philosophie Lexikon der Argumente

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Erkenntnistheorie, Philosophie: untersucht die Bedingungen für das Zustandekommen von Wissen und die Grundlagen für Rechtfertigung und Bestätigung. Die Erkenntnistheorie findet ihre Grenze in besonderen Fällen, wo sie nicht erklären kann, dass jemand, der über weniger Information verfügt, richtigere Antworten geben kann. Siehe auch Erkenntnis, Theorien, Wissen, Rechtfertigung, Bestätigung, Verlässlichkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Rorty I 159
Erkenntnistheorie: Problem, wie wir wissen können, ob unsere inneren Darstellungen Genauigkeit aufweisen.
Locke: Verwechslung einer mechanischen Theorie der Operationen unseres Geistes mit einer »Grundlegung unserer Wissensansprüche.«
Rorty I 160
SellarsVsLocke: gleicher Fehler wie der naturalistische Fehlschluss: der Versuch, epistemische Tatsachen restlos in nichtepistemische Tatsachen aufzulösen. Wie könnte er der Meinung sein, eine kausale Theorie darüber, wie eine Meinung erworben wird, sei ein Gradmesser der Berechtigung, mit der man diese Meinung hat?
Rorty: weil er sich Erkenntnis einfach nicht als gerechtfertigte wahre Meinung dachte, weil er sich unser Wissen nicht als eine Relation zwischen einer Person und einer Proposition dachte.
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Euchner I 17
Erkenntnis/Locke: Grundlage: Sinneseindrücke - sie müssen durch Vernunft und Argumentationsfähigkeit zu Schlüssen verarbeitet werden - sie verhelfen zur Erkenntnis der Existenz Gottes.
I 30
Erkenntnis/Locke: nicht logische Deduktion sondern Beobachtung mentaler Vorgänge - "innerer Sinn".
I 31
Sowohl Wahrnehmung als auch Reflexion sind passiv!
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Arndt II 193
Def Erkenntnis/Locke: Wahrnehmung des Zusammenhangs oder Widerspruchs von Ideen - reale Erkenntnis: Determiniertheit der Ideen (notwendige aber nicht hinreichende Bedingung) - Def reale Wahrheit/Locke: nicht bloß verbal.
II 195
Demonstrative Erkenntnis: durch Vermittlung anderer Ideen - sensitive Erkenntnis: Existenz von Dingen, die den Sinnen gegenwärtig sind - intuitive Erkenntnis: die Gewissheit, dass die wahrgenommene Idee eine solche ist, wie der Geist sie wahrnimmt - intuitive und demonstrative Erkenntnis bilden eine vollständige Disjunktion der möglichen sicheren Erkenntnis.
VsDescartes: nicht Erkennen vorgegebener begrifflicher Inhalte - statt dessen empirisch gegebene einfache Ideen im Verstand.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996

Loc II
H.W. Arndt
Locke
In
Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg), Göttingen 1997

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017