Philosophie Lexikon der Argumente

 
Erscheinung, Philosophie: jegliches Wissen, abgesehen von logischen Einsichten, gelangt über die Sinne zu uns. Daher wird angenommen, dass dieses Wissen nicht nur grundsätzlich fehlbar ist, sondern durch die Beschaffenheit der Sinnesorgane mehr oder weniger vorstrukturiert ist, ohne dass diese Struktur notwendig so in der Welt außerhalb der wahrnehmenden Subjekte gegeben sein muss. Das gilt wegen der sprachlichen Vorstrukturierung unseres Zugangs zu uns selbst für das Innenleben der Subjekte. Siehe auch Schein, Wahrheit, Gewissheit, Wissen, Erkenntnis, Erkenntnistheorie, Introspektion, Unkorrigierbarkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 30ff
Erfahrung/Erfahrungsverlauf/Sellars: nicht die Folge von Eindrücken, sondern von Erscheinungen.
Erscheinungen begrifflich (um sie in rationaler Beziehung zu Überzeugungen anzusiedeln).
Erscheinen: Die Belege für die Erfahrung unterscheiden sich ebenso wenig wie die Erfahrungen.
I 36
Scheinen/Erscheinen/Sinnesdaten/Sellars: es kann keine dispositionale Analyse von physikalischer Röte auf der Grundlage des Rot-Scheinens geben. - Wir müssen zwischen qualitativem und existentialem Scheinen unterscheiden.
I 38
Scheinen/Erscheinen/Sein/Sellars: Problem: wenn behauptet wird, dass physikalische Gegenstände nicht rot erscheinen können, ohne dass man etwas erfährt, dass rot ist, bleibt die Frage, ob die Röte, die dieses Etwas hat, diejenige Röte ist, die der physikalische Gegenstand zu haben scheint.
Lösung: a) Auf Grundlage empirischer Verallgemeinerung
b) Theorie der Wahrnehmung, die auf "unmittelbare Erfahrung" Bezug nimmt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

> Gegenargumente gegen Sellars

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.09.2017